Am Linzer Landesgericht steht womöglich bald ein Terrorprozess ins Haus: Einem 44-jährigen Syrer wird vorgeworfen, dass er im Jahr 2016 im Irak Kämpfer für den Islamischen Staat (IS) ausgebildet haben soll. Später kam er dann nach Österreich.
Aufgeflogen war der Mann durch die US-Armee, die Akten des IS durchforstet hatten, berichtet die "Krone". Durch die Zusammenarbeit mit den US-Behörden konnte der Syrer schließlich in Linz-Land ausgeforscht werden, wo er mit anderen Männern wohnte. Seit dem 12. Mai sitzt der 44-Jährige in Linz in Untersuchungshaft.
Laut der Sprecherin der Linzer Staatsanwaltschaft würde der Beschuldigte seine Rolle herunterspielen. Bisher habe er lediglich zugegeben, im Irak gewesen zu sein und dort an einer IS-Ausbildung beteiligt gewesen zu sein. In einer Kampfeinheit sei der Syrer jedoch nicht gewesen.
Die nunmehrige Anklage lautet auf den Verdacht der terroristischen Vereinigung, der kriminellen Organisation und der Ausbildung für terroristische Zwecke. Im Falle einer Verurteilung drohen dem 44-Jährigen bis zu zehn Jahre Haft.