Frau aus OÖ holte sich Hilfe

Chef zieht einfach Urlaub ab – AK erkämpft fast 2.000 €

Nach ihrer Kündigung ließ eine Frau ihre Endabrechnung von der AK prüfen. Dabei kamen viele Fehler ans Licht – am Ende gab es fast 2.000 Euro zurück.
Oberösterreich Heute
07.06.2026, 13:34
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Eine Frau aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung wollte nach ihrer Kündigung auf Nummer sicher gehen – und ließ ihre Endabrechnung von der Arbeiterkammer OÖ prüfen. Das zahlte sich aus: Die AK deckte gleich mehrere Fehler der Bäckerei auf.

Die ehemalige Brot- und Gebäcksausführerin war bei einem Betrieb im Bezirk Urfahr-Umgebung angestellt gewesen. Nach dem Ende ihres Dienstverhältnisses legte sie ihre Unterlagen der AK vor. Dort stellten Experten rasch fest, dass die Kündigung durch den Arbeitgeber fristwidrig erfolgt war.

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Minusstunden, obwohl Frau gearbeitet hatte

Die Folge: Die Bäckerei musste der Frau den Lohn bis zum Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist nachzahlen. Doch damit nicht genug. Bei der Kontrolle der Abrechnung stieß die Arbeiterkammer auf einen weiteren problematischen Punkt.

So wurden der Arbeitnehmerin angebliche Minusstunden angelastet. Dafür zog die Bäckerei sogar Urlaubstage ab – obwohl die Frau an den betreffenden Tagen nachweislich gearbeitet hatte. Die AK intervenierte und holte insgesamt 1.963 Euro zurück.

"Kontrolle ist immer sinnvoll"

AK-Präsident Andreas Stangl warnt davor, solche Abzüge einfach hinzunehmen: "Es ist nicht zulässig, Beschäftigten Minusstunden zu verbuchen, weil man sie wegen geringer Auftragslage früher nach Hause schickt." Außerdem sei klar, dass Urlaub nicht einfach einseitig abgezogen werden kann.

Für Stangl ist der Fall ein weiteres Beispiel dafür, wie wichtig die Kontrolle von Endabrechnungen ist: "Eine Kontrolle der Endabrechnung bei der Arbeiterkammer am Ende eines Arbeitsverhältnisses ist immer sinnvoll."

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