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Teuerung extrem – Zweifache Mutter weiß nicht weiter

300 Euro mehr als im Vorjahr muss eine zweifache Mutter monatlich ausgeben. Die Teuerungen treiben sie zur Verzweiflung. 
Tobias Kurakin
16.06.2022, 07:01

Die Inflationhat die Bevölkerung hart getroffen. Selbst Personen aus der Mitte der Gesellschaft müssen nun schon seit längerer Zeit fast jeden Cent doppelt umdrehen, um sich das Leben noch leisten zu können – so auch Magdalena Wabnig (Name von der Redaktion geändert). Die zweifache Mutter ist verzweifelt, weiß nicht mehr weiter. 

Vanillejoghurt statt Dessert 

Noch vor einem Jahr war das Leben von Frau Wabnig ein anderes. Immer wieder brachte sie ihren Söhnen, 11 und 13 Jahre alt, ihr Lieblingsdessert mit nach Hause. Doch die Teuerungen, die unter anderem aufgrund des Krieges in der Ukraine in die Höhe geschnellt sind, setzen der Familie besonders schwer zu.

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"Jetzt reicht es nur mehr für eine billige Großpackung Vanillejoghurt", erzählt Wabnig dem Nachrichtenmagazin "profil". Binnen eines Jahres hätte sich das Leben der Frau komplett auf den Kopf gestellt. Bis zu 300 Euro mehr müsse sie nun ausgeben, alleine 200 Euro Mehrkosten gingen für Lebensmitteldrauf. 

Trotz eines monatlichen Nettoeinkommens von 2.300 Euro durch Gehalt, Alimente und erhöhter Familienbeihilfe ist Wabnig hart von der aktuellen Situation getroffen worden. Ein Viertel dieses Geldes gibt Wabnig für die Therapiekosten ihrer Kinder aus. Der ältere Sohn leidet unter ADHS, der Jüngere kämpft mit einer massiven Rechtschreibschwäche. 

Wegsparen kann sich die Familie im Monat mittlerweile nichts mehr. Gegenüber dem "profil" sagt die Mutter, dass sie nun sogar überlege, ihre Kinder seltener zur Therapie bzw. zu den Nachhilfestunden zu fahren. Das würde einige Kosten, wie beispielsweise jene für den Sprit, einsparen. 

Während Wabnig nun 30 Euro mehr im Monat fürs Tanken ausgibt, hofft sie inständig, dass es zu keinen weiteren Mehrkosten beim Autofahren kommt. Eine Reparatur des 14 Jahre alten Familienwagens wäre ein Super-Gau: "Dann müsste ich auf mein Erspartes zurückgreifen, das ich einfach nicht habe".