Oberösterreich

Teurer Strom – hier fahren Skilifte nur an vier Tagen

Während man die Piste runterbrettert, klettern die Preise hoch. Die Teuerung trifft kleine Skigebiete hart. Eines greift jetzt zu drastischen Mitteln.

Johannes Rausch
Energiekrise und Klimawandel sind für kleine Skigebiete wie die Forsteralm ein großes Problem.
Energiekrise und Klimawandel sind für kleine Skigebiete wie die Forsteralm ein großes Problem.
Forsteralm

Die Inflation trübt die Vorfreude auf das winterliche Sportvergnügen. Nicht nur Kunden leiden darunter, sondern auch viele Betreiber. Die Forsteralm in Gaflenz (Bez. Steyr-Land) an der Landesgrenze von Ober- und Niederösterreich geht nun einen ungewöhnlichen Weg. 

Die neue Ski-Saison wird in wenigen Tagen ungewöhnlich und für viele Pisten-Fans wahrscheinlich nur wenig erfreulich eröffnet: Die drei Schlepplift-Anlagen sind bis Ende Februar lediglich von Donnerstag bis Sonntag, also an vier Tagen, in Betrieb. Wegen der extrem hohen Stromkosten steht außerdem der Vierer-Sessellift still.

Was Wintersport-Begeisterte hingegen freuen wird: Die Forsteralm hat die Kartenpreise reduziert. Der Fokus liegt auf Skifahren für Familien, Skitouren und Schneeschuhwandern. Mit diesem neuen Konzept reagieren die Betreiber auf die aktuelle wirtschaftliche Krise.

Andreas Hanger (l.), ehrenamtlicher Forsteralm-Geschäftsführer, neben Nationalrats-Abgeordnetem Johann Singer (beide ÖVP).
Andreas Hanger (l.), ehrenamtlicher Forsteralm-Geschäftsführer, neben Nationalrats-Abgeordnetem Johann Singer (beide ÖVP).
Eisenstrasse

Energiekrise und Klimawandel

"Die Energiekrise und der Klimawandel stellen kleine Skigebiete wie die Forsteralm vor große Herausforderungen", erklärt Andreas Hanger, ÖVP-Nationalratsabgeordneter und ehrenamtlicher Geschäftsführer der Forsteralm Betriebs GmbH. Es brauche neue Ansätze. Deshalb habe man sich für eine Reduktion der Beschneiung und für einen Ausbau der Stärken als Naturraum entschieden.

Ski-Saisonstart am 14. Dezember
- Bei geeigneter Schneelage eröffnet die Forsteralm am 14. Dezember mit Flutlicht-Skifahren die neue Saison.
- Mittwoch und Freitag sind als Flutlicht-Skitage wichtige Fixpunkte (17 bis 20 Uhr)
- Die Schlepplift-Anlagen sollen bis Ende Februar von Donnerstag bis Sonntag (9 bis 16 Uhr) laufen, in den Ferien werden die Öffnungszeiten ausgeweitet.
- Ein Kassenautomat ermöglicht den Ticketkauf rund um die Uhr.

Die Forsteralm hatte bereits in vergangenen Jahren mit hohen Stromkosten zu kämpfen. Für die Beschneiungsanlage betrugen die Stromkosten rund 50.000 bis 60.000 Euro pro Jahr. Durch die stark gestiegenen Energiepreise im Zuge der Ukraine-Krise werde sich dieser Betrag mindestens verdreifachen, hieß es Ende August.

Energieintensive Schneekanonen

Angesichts der massiv gestiegenen Strompreise gehen viele Skigebiete neue Wege. Was besonders hohe Kosten beschert, sind die Schneekanonen für die Beschneiung. Sie sind wahre Energie- und Wasserfresser.

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