Thiem im Duell mit den Top-Spielern die Nummer 1

Dominic Thiem lehrt die Top-Spieler das Fürchten (links Nadal, rechts Djokovic).
Dominic Thiem lehrt die Top-Spieler das Fürchten (links Nadal, rechts Djokovic).Bild: imago sportfotodienst

Dominic Thiem fertigte Federer ab, schlug Djokovic in einer epischen Tennis-Schlacht. 2019 zeigt der Österreicher, dass er im direkten Duell mit den besten der Welt die Nummer 1 ist.

Österreichische Tennis-Geschichte in London! Zum ersten Mal erreicht ein heimischer Athlet das Halbfinale bei den ATP Finals. Die Rede ist natürlich von Dominic Thiem. Der Lichtenwörther spielt in Hochform. Nach Roger Federer schlug er am Dienstagabend Novak Djokovic in einem packenden 2:45-Stunden-Match.

Damit sind Thiem schon vor dem dritten Gruppenmatch gegen Matteo Berrettini Tabellenplatz eins und der Einzug ins Semifinale sicher. Auf die leichte Schulter möchte er das abschließende Duell nicht nehmen, wie er bei der Pressekonferenz verriet. Schließlich geht es auch um seine hervorragende Bilanz gegen Top-Spieler ...

Thiem die Nummer 1

Niemand ist 2019 im direkten Duell mit den Top-Spielern der Welt so gut wie Dominic Thiem. Seine Bilanz gegen die Top 10: acht Siege, drei Niederlagen. Das macht eine Sieg-Quote von 73 Prozent.

Damit belegt er in dieser Statistik mit einem deutlichen Respektabstand den ersten Platz. Djokovic, den er heuer schon zum zweiten Mal schlug, ist Zweiter. Rafael Nadal belegt Rang drei. Auch ihn konnte Thiem heuer schlagen.

1. Dominic Thiem: 73 Prozent.

2. Novak Djokovic: 64 Prozent.

3. Rafael Nadal: 58 Prozent.

4. Daniil Medwedew: 53 Prozent.

5. Roger Federer, Roberto Bautista Agut: 50 Prozent.

Erstaunlich: Nimmt man nur die Duelle mit Top-5-Spielern steigt Thiems Erfolgsquote sogar auf 75 Prozent.

Thiem ärgert die Top 3

Thiem schaffte heuer, was zuletzt Andy Murray 2008 gelang. Er feierte unglaubliche sechs Siege gegen Top-3-Spieler. Im Halbfinale und eventuellen Finale der ATP Finals in London könnte er Murray sogar noch übertrumpfen.

Federer scheint Thiems Lieblingsgegner zu sein. Ihn schlug der Niederösterreicher heuer drei Mal. Djokovic zwei Mal, Nadal ein Mal.

Eines Geheimrezept für Thiems dominante Auftritte in der aktuellen Saison: er blüht unter Druck auf. Unter allen Spielern auf der Tour hat er die beste Bilanz, wenn eine Partie in einen Entscheidungssatz geht. 15 dieser Entscheidungen gewann er, nur zwei gingen verloren – Erfolgsquote von 88 Prozent!

Warum ist Thiem dann "nur" die Nummer 5 im ATP-Ranking? Bei den großen Turnieren schwächelte Thiem mit Ausnahme der French Open. In Paris stand er zum zweiten Mal in Folge gegen Nadal im Finale, musste sich dort dem Roland-Garros-Experten jeweils geschlagen geben. Bei den diesjährigen Australian Open und US Open wurde Thiem hingegen von leichten Erkrankungen gebremst – ein Problem, das ihn seit Jahren begleitet.

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