Gewusst? Deshalb schnüffeln Katzen oft mit offenem Maul

Diesen seltsamen Gesichtsausdruck, kennen vor allem Katzenhalter in einem Mehrkatzenhaushalt.
Diesen seltsamen Gesichtsausdruck, kennen vor allem Katzenhalter in einem Mehrkatzenhaushalt.(Symbolbild) Getty Images/iStockphoto
Der grandiose Geruchssinn der Hunde wird oft faszinierend gelobt, doch auch Katzen verfügen über einen besonderen Geruchssinn – sogar über das Maul.

Wer in einem Haushalt mit mehreren Katzen lebt, kennt bestimmt das witzige Gesicht der Miez, wenn sie gerade am Popsch der Kollegen geschnüffelt hat. Das Maul steht offen und man wartet irgendwie darauf, dass die Katze wohl gleich nießen wird, oder? Falsch, hier schnüffelt die Samtpfote tatsächlich mit dem Maul.

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Hätte keiner gedacht

Wenn man an die neurologischen Sinne der Katze denkt, wird man wohl das Sehvermögen betonen und als besonders gut nennen. Nicht ganz, denn beim Tastsinn, dem Gehör und Sehvermögen hat der Geruchssinn der Katze ganz klar die "Nase" vorn und ist am stärksten ausgeprägt. Uns schlagen sie, um ganze 14 Mal mit insgesamt 50 bis 80 Millionen Geruchsrezeptoren. Zum Vergleich? Menschen haben etwa fünf Millionen und Hunde - okay - klarer Sieger: Bis zu 300 Millionen.

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Kommunikation

Katzen riechen jedoch nicht nur über die Nase, sondern verfügen über einen zusätzlichen "Duft-Booster": Das "Jacobsonsche Organ". Es sitzt in der Nasenhöhle und öffnet sich direkt hinter den oberen Schneidezähnen. Mithilfe dieses Organs kann die Katze chemische Zusammensetzungen "riechen", die sie sonst nicht wahrnehmen könnten. Es schießt also über die Nervenbahnen auch sofort die Information ins Katzenhirn, ob ein potenzieller Partner paarungsbereit wäre und ist deshalb natürlich immens wichtig.

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Noch blinde Kätzchen können aufgrund des "Jakobsonsche Organs" die Zitzen der Mutterkatze finden und sie sogar von anderen Katzenmamas unterscheiden.

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Geruch ist alles

Katzen stellen durch den Geruchssinn - ebenso wie Hunde - beinahe alles am Gegenüber fest: Das Geschlecht, freundlich oder gestresst und ob das Tier gesund oder krank ist. Weil in der Nähe des Anus die Analdrüsen sitzen, funktioniert die Kommunikation eben am klarsten über das Hinterteil.

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