In Barcelona bekommen Tauben jetzt die "Antibabypille"

Die katalanische Hauptstadt Barcelona setzt nun auf eine neue Taktik um den Tauben Herr zu werden.
Die katalanische Hauptstadt Barcelona setzt nun auf eine neue Taktik um den Tauben Herr zu werden.(Symbolbild) Getty Images/iStockphoto
Auch wenn sie nicht sonderlich beliebt sind, gehören Tauben zu einer Stadt, wie historische Denkmäler. In Barcelona füttert man nun Verhütungsmittel.

Guru, guru, guru! In der katalanischen Haupstadt Barcelona gehören Tauben sowie die Gaudi-Bauten einfach zum Stadtbild. Mittlerweile werden sie dort allerdings schon zu einer echten Plage, weil sie überall nisten und die historischen Gebäude mit ihrem Kot zerstören. Da sich die Touristen als beratungsresistent gegenüber des traditionellen Fütterns zeigen, möchte man nun eine andere Taktik versuchen und Verhütungsmittel für die Vögel anbieten. 

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Langfristige Schäden machen sich bemerkbar

Der Kot der Vögel ist nicht nur ein optisches Problem, sondern auch ein Nachhaltiges für Stein und Metall. Die Säure im "Glück" zersetzt langsam aber doch die Architektur der Stadt und verteilt sich mit jedem Regenguss über die Gemäuer. Schätzungsweise kommt man in Barcelona auf 1.200 Tauben pro Quadratkilometer, welches ein Vierfaches der üblichen Anzahl in Großstädten bedeutet. 

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Einheimische verfluchen den Vogel

Für die Bewohner ist die Taube schon längst nicht mehr der romantischen Vogel, sondern die "Ratte der Lüfte" die sich viel zu rasant vermehrt, aufgrund des zu hohen Futterangebots. Ornithologen sprechen hier allerdings von einem klugen Tier, welches sich einfach nur an seine Umwelt - also den Menschen - angepasst hat und deshalb nicht aufgrund unserem Zutun verteufelt werden sollte.

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Die "Pille" aus dem Automat

Da man den Touristen das Füttern der Tauben nicht ausreden konnte, wurden nun in ganz Barcelona Futterspender für die Vögel aufgestellt. Der Clou daran? Die Körner sind mit einem unbedenklichen Verhütungsmittel versetzt und sollen die Population wieder in "gesunde" Bahnen lenken. Sinn macht es allerdings nur, wenn nun auch weitere Städte mitziehen, damit die Vögel nicht einfach andere Gebiete für sich einnehmen. Sollte es klappen, macht es langfristig bestimmt auch aus Tierschutzsicht Sinn.

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