Vier Stück – Schönbrunner Wolfsgehege wird Kindergarten

Daniel Zupanc
Einige Besucher konnten sie schon erspähen: Bei den Arktischen Wölfen im Tiergarten Schönbrunn gibt es nach sieben Jahren endlich wieder Nachwuchs.

Sieben Jahre lang gab es im Wolfsgehege im Tiergarten Schönbrunn keinen Nachwuchs mehr – bis jetzt. Oder besser gesagt bis Ende April. Gleich vier Jungtiere brachte die Arktische Wolfsdame in einer tief gelegenen Erdhöhle zur Welt. Nachdem sie – beschützt vom Rudel – Mitte Mai bereits ihre ersten Ausflugsversuche starteten, gibt es nun die ersten offiziellen Fotos.

"Anfangs haben Wolfswelpen die Augen noch geschlossen und sind völlig hilflos. Sie brauchen den Schutz der Höhle und die Fürsorge der Mutter. Mittlerweile kann man die vier Kleinen schon häufig beim Spielen, Trinken und Erkunden beobachten. Außerdem sammeln sie erste soziale Erfahrungen mit dem Rudel", berichtet Tierpfleger Paul Wagner.

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In den Bau ziehen sie sich nur noch selten zum Schlafen zurück. Etwa drei Monate lang werden Wolfswelpen gesäugt. Nach und nach beginnen sie auch Fleisch zu fressen.

Großer Erfolg

Der Nachwuchs ist der erste des aktuellen Schönbrunner Wolfsrudels. "Das Weibchen ist 2017 aus dem Knuthenborg Safaripark in Dänemark zu uns gekommen, die beiden Männchen im Vorjahr aus dem Safaripark Monde Sauvage in Belgien. Der Zuchterfolg bestätigt, dass die Zusammensetzung des Rudels passt", so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.

Der Arktische Wolf bewohnt die nördlichen Regionen Nord-Amerikas und Grönlands. "Die braun gefärbten Jungtiere sind in den Erdhöhlen für Feinde schwer zu entdecken. Später macht sie das strahlend weiße Fell in ihrer schneebedeckten Heimat für Beutetiere nahezu unsichtbar."

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