Zum ersten Mal Gras unter den Pfoten ...

Der Transport der Zugwaggon-Tiger ist geglückt und die vier Tiger dürfen das erste Mal Gras unter den Pfoten spüren.
Der Transport der Zugwaggon-Tiger ist geglückt und die vier Tiger dürfen das erste Mal Gras unter den Pfoten spüren.©Vier Pfoten
Der Transport der gestrandeten Zugwaggon-Tiger aus Argentinien nach Südafrika war ein Erfolg. Nun dürfen sie endlich Gras unter den Pfoten spüren.

Was für eine Gesichte: Seit Wochen fieberten wir mit den armen vier Tigern aus dem Zugwaggon in der argentinischen Provinz mit. 15 Jahre lang waren sie auf 75 Quadratmeter eingeschlossen, kannten nur einen Bauern, der ihnen gelegentlich Futter zwischen die Gitterstäbe schob. 15 Jahre lang wurden sie einfach "übersehen". Vier Pfoten setzte in den letzten Wochen nun alle Hebel in Bewegung, um die majestätischen Großkatzen aus ihrem traurigen Dasein zu befreien und sie in das Lionsrock-Großkatzeschutzzentrum nach Südafrika zu übersiedeln. Der Transport und der Flug ist geglückt und zum ersten Mal erleben "Sandro", "Mafalda", "Messi" und "Gustavo" ein Gefühl von Freiheit. 

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Himmel, Wiese ... Freiheit

„Diese Tiger haben noch nie Gras oder Erde unter ihren Pfoten gespürt. Es ist das erste Mal, dass sie den Himmel über sich sehen können und nicht nur Metallstangen und ein Dach. Jetzt entdecken sie auf Hunderten von Quadratmetern neue Geschmäcker und Gerüche. Es ist überwältigend für sie, in einer völlig neuen Umgebung zu sein, aber die Tiere passen sich schnell an bessere Lebensbedingungen an. Sie sind neugierig und erkunden bereits vorsichtig ihre Eingewöhnungsgehege und die ungewohnte Umgebung. Ich bin stolz, dass wir alle vier Tiger sicher nach Südafrika gebracht haben. Nun ist die Rettungsmission erfolgreich abgeschlossen, und ich übergebe sie in die Obhut meiner Kollegen von Lionsrock“, sagt Vier Pfoten Tierarzt Dr. Amir Khalil, der die Rettungsaktion und den Transfer der Tiger nach Südafrika geleitet hat.

In den kommenden Wochen werden die vier Tiger genau beobachtet, um ihnen jegliche medizinische Behandlung zukommen zu lassen. Das älteste Tier ist immerhin schon ein richtiger Methusalem und soll nun zumindest seine letzten Monate als die Schönsten in Erinnerung behalten. Doch jeder Tag in Freiheit - wenn es vielleicht auch nicht mehr viele sein werden -  waren die Strapazen der Tierrettung wert.

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