Wirbel um die steirische Schoko-Welt: Die große Tierrechtsorganisation Peta Deutschland schießt sich auf den Essbaren Tiergarten der Zotter-Erlebniswelt in Riegersburg ein. In den sozialen Medien spricht Peta von einem "makabren Geschäftsmodell" und fragt provokant: "Erst streicheln, dann töten?"
Im Rahmen ihres Formats "Speziesismus des Monats" kritisiert die Organisation vor allem die Philosophie von Schoko-Zar Josef Zotter. Sein Leitsatz: "Schau dem Essen in die Augen und entscheide dann, wie groß dein Schnitzel sein soll" ist für Peta eine "makabre und im wahrsten Sinne des Wortes unnachhaltige Ideologie", die Fleischkonsum rechtfertige.
Bei Zotter sieht man das völlig anders. Geschäftsführerin Julia Zotter betont, dass es um Bewusstsein gehe. "Wir wollen den Fleischkonsum verringern, Peta will ihn komplett auslöschen", sagt sie.
Ziel sei es, Menschen zu einem bewussteren Umgang mit Fleisch zu bringen – auch indem ihnen bewusst gemacht wird, dass Tiere dafür sterben müssen. Diesen Weg hält sie für insgesamt effektiver als einen Sofort-Schwenk zum Veganismus.
Der Verbalangriff kommt für Zotter aber nicht überraschend. Schon vorab habe Peta angekündigt, dass man mit dem "Preis für den Speziesismus des Monats" ausgezeichnet werde. Verständnis zeigt sie teilweise: Wer das Konzept nur aus dem Internet kenne, tue sich womöglich schwer, es zu verstehen.
Eine öffentliche Diskussion will Zotter dennoch nicht führen. "Die, die hinter Peta stehen, werden wir nie überzeugen können", stellt sie klar. Für diese Gruppe sei nur ein komplett veganes Leben akzeptabel.
In den sozialen Medien sorgt der Streit bereits für hitzige Debatten. Tausende Reaktionen zeigen: Das Thema trifft einen Nerv.