Drei Jahre lang kämpfte Mackenzie Paul gegen einen unsichtbaren Feind. Auf TikTok und Instagram nahm sie ihre Community mit durch Höhen und Tiefen ihrer Krankheit, sprach offen über Schmerzen, Angst, aber auch über Hoffnung. Vergangene Woche verlor sie den Kampf gegen die akute myeloische Leukämie.
Die traurige Nachricht verkündete ihr Ehemann Brandon in einem emotionalen, zehnminütigen Facebook-Video. Mit tränenerstickter Stimme sagt er: "Ich wünschte, sie wäre hier, immer noch bei mir. Ich werde den Rest meines Lebens brauchen, um darüber hinwegzukommen."
Seine Worte treffen mitten ins Herz. Immer wieder beschreibt er Mackenzie als außergewöhnlichen Menschen: "Sie war die stärkste, fleißigste und disziplinierteste Frau, die ich je kennengelernt habe. Sie hat mich jeden Tag zu einem besseren Mann gemacht."
Als Mackenzie im Oktober 2023 ihre Diagnose öffentlich machte, war sie erst 23 Jahre alt. Sie studierte Medizin an der Michigan State University, mitten im zweiten Studienjahr. Ihr Traum: Ärztin werden, Menschen helfen, Leben retten. Ironischerweise kämpfte sie selbst bald täglich ums Überleben.
Trotz Chemotherapie, Krankenhausaufenthalten und Rückschlägen zeigte sie sich auf Social Media oft kämpferisch. Viele ihrer rund 30.000 Follower schöpften Kraft aus ihrer Ehrlichkeit.
Im Sommer 2025 schien es kurz bergauf zu gehen. Die Ärzte sprachen von Remission. Brandon erzählt: "Ich fühlte mich erleichtert, als wäre alles vorbei."
Doch das Glück hielt nicht. Der Krebs kam zurück – aggressiver als zuvor. "Es ist verrückt, wie schnell sich die Leukämie ausgebreitet hat", sagt er. Von da an hatte das Paar nur noch ein Ziel: Zeit miteinander verbringen. Erinnerungen schaffen. Jeden Moment bewusst leben.
In ihren letzten Instagram-Clips zeigte sich Mackenzie sichtbar geschwächt. In einem ihrer letzten Videos sagte sie mit Tränen in den Augen: "Mein ganzer Mund tut gerade wirklich sehr weh. Ich versuche zu essen, aber es tut so weh, dass mir die Tränen kommen." Worte, die jetzt noch schmerzhafter wirken.
Am Tag ihres Todes ging es Mackenzie "nicht besonders gut". Sie kam in die Notaufnahme, wurde auf die Intensivstation gebracht. Kurz darauf starb sie. Viel zu früh.
Zurück bleibt ihr Ehemann Brandon mit unendlicher Trauer, aber auch mit unzähligen Erinnerungen. "Unser Ziel war es, so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen und Dinge zu tun, die sie liebte", schreibt er.