Sport

Tiroler Bayern-Fans zeigen homophobes Plakat

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:42

Einige Fußball-Fans aus Tirol haben "ihrem" FC Bayern und der Heimat Österreich einen echten Bärendienst erwiesen. Sie sorgten am Dienstag während des Champions-League-Spiels gegen Arsenal London (1:1) mit einem schwulenfeindlichen Plakat für Aufregung. Auch wegen eines anderen Plakats politischer Natur droht den Bayern nun eine Strafe in der Höhe von 50.000 Euro.

mit einem schwulenfeindlichen Plakat für Aufregung. Auch wegen eines anderen Plakats politischer Natur droht den Bayern nun eine Strafe in der Höhe von 50.000 Euro.

Die Fans machten sich auf dem Plakat über ihren Gegner lustig. Sie wandelten den Spitznamen des Londoner Klubs (Gunners) in "Gay Gunners" (schwule Gunners) ab und unterstrichen ihre primitive Denkweise mit einer obszönen Zeichnung. Neben der Kritzelei war noch Platz, um die eigenen Wurzeln offenzulegen, dort stand in großen Lettern "Tirol".

Für Aufregung sorgte auch ein vergleichsweise harmloses politisches Plakat. Auf diesem war "Say no to racism, yes to Kosovo zu lesen". Die Schöpfer wollten damit die Aufnahme des Kosovo in den Weltverband Fifa fordern. Laut Artikel 16 des Reglements sind politische Botschaften in Stadien allerdings verboten.

UEFA ermittelt

Europas Fußballverband (UEFA) ermittelt gegen den FC Bayern wegen eines unzulässigen Fan-Banners während des Champions-League-Spiels gegen Arsenal (1:1) am Dienstag. Wie der Verband bekanntgab, ist ein Transparent für die Anerkennung des Kosovo durch den Weltverband (FIFA) der Grund für das Verfahren. Der Fall werde am 20. März von der UEFA-Disziplinarkammer verhandelt, wie ein Sprecher mitteilte.

Laut Artikel 16 des Reglements sind politische Botschaften in Stadien verboten. Für ein Fehlverhalten der Fans werden die gastgebenden Vereine zur Rechenschaft gezogen. Auch ein zweites Banner vom Dienstagabend, das Arsenal auf homophobe Weise beleidigen soll, könnte Folgen für die Bayern haben. Die UEFA habe einen Report des Netzwerks Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE) erhalten und werte diesen zunächst aus, hieß es.

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