David Alaba ist zum zweiten Mal in Serie Österreichs Fußballer des Jahres. Der Jungstar von Bayern München setzte sich in der von der APA unter den zehn Trainern der tipp3-Bundesliga durchgeführten Wahl für das Jahr 2012 klar vor ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs und Austria-Goalgetter Philipp Hosiner durch. Der 20-Jährige ist erst der fünfte Spieler der Geschichte, dem die Auszeichnung mehr als einmal verliehen wird.
durch. Der 20-Jährige ist erst der fünfte Spieler der Geschichte, dem die Auszeichnung mehr als einmal verliehen wird.
"Das ist für mich eine sehr große Ehre. Ich möchte mich bei allen Trainern bedanken, die mich gewählt haben, auch bei meiner Familie, meinen Freunden und bei Gott, der das alles möglich gemacht hat", sagte Alaba. Sieben der zehn Trainer reihten den Linksfuß auf Platz eins, zwei weitere auf Rang zwei. Mit 41 von 50 möglichen Punkten landete Alaba 25 Zähler vor seinem ÖFB-Kollegen Fuchs. Das ist der größte Vorsprung seit Austrias Vladimir Janocko im Jahr 2002 (37 Punkte).
"Es hat viele österreichische Spieler gegeben, die in diesem Jahr großartige Leistungen gebracht haben", gab sich Alaba gewohnt bescheiden. Dabei hat kein Spieler seit Ivica Vastic 1998 und 1999 die Wahl zweimal in Serie für sich entschieden. Vastic ist mit insgesamt vier Trophäen als "Fußballer des Jahres" auch Rekordsieger. Mehr als einmal haben die Auszeichnung außerdem nur Herbert Prohaska (3) sowie Toni Polster und Steffen Hofmann (je 2) erhalten.
Alaba warf Verletzung nicht aus der Bahn
Die Bundesliga-Trainer hoben vor allem Alabas Reife hervor - aber auch, wie er sich nach einem Mittelfußbruch im Juli nach dreimonatiger Verletzungspause zurückgekämpft hat. "Besonders hat mich beeindruckt, wie er im Oktober nach seinem Ermüdungsbruch zurückgekommen ist und das Spiel gegen Kasachstan an sich gerissen hat", erinnerte etwa Admira-Coach Dietmar Kühbauer an eine Alaba-Gala mit einem Tor und zwei Assists in der WM-Qualifikation (4:0).
Im Nationalteam darf Alaba auf seiner bevorzugten Position im Mittelfeld spielen, bei den Bayern überzeugt er aber auch regelmäßig als linker Außenverteidiger. "Er hat seine Leistungen konserviert, auch seine Verletzung hat ihn nicht extrem zurückgeworfen", meinte Austria-Trainer Peter Stöger. "Er ist ein junger, aber trotzdem extrem reifer Spieler", ergänzte Roger Schmidt von Meister Red Bull Salzburg.
Highlight: Elfer-Tor gegen Real Madrid
Alaba habe auch in der Champions League für Furore gesorgt. Dort glänzte der Wiener im Halbfinale gegen Real Madrid, war aber im verlorenen Endspiel gegen Chelsea (3:4 i.E.) gesperrt. Auch in Liga und Cup reichte es mit den Bayern nur zu Platz zwei, in der laufenden Saison sind die Münchner dafür klar auf Titelkurs. Alaba hat als Stammkraft großen Anteil daran.
"Abgesehen von seinem überragenden Talent imponiert mir die Freude, die er ausstrahlt", erklärte Rapid-Trainer Peter Schöttel. "Ich habe bei ihm in jedem Spiel den Eindruck, dass er großen Spaß hat." Sichtlich Freude hat dem jüngsten ÖFB-Teamspieler der Geschichte auch seine zweite Auszeichnung als Fußballer des Jahres bereitet. Alaba sieht sie als Arbeitsauftrag - bei Bayern München wie in der Nationalmannschaft.
Seite 2: So haben Österreichs Trainer abgestimmt!
Peter Stöger (Austria Wien):
1.) David Alaba (Bayern München) - "Er hat seine Leistungen
konserviert, auch seine Verletzung hat ihn nicht extrem
zurückgeworfen. Er ist in einer Weltklassemannschaft wie Bayern
München fix etabliert."
2.) Martin Harnik (VfB Stuttgart)
3.) Jakob Jantscher (Red Bull Salzburg/Dynamo Moskau)
Roger Schmidt (Red Bull Salzburg):
1.) David Alaba (Bayern München) - "Er ist ein junger, aber trotzdem
extrem reifer Spieler, der eine feste Größe bei einem europäischen
Topclub ist und auch in der Champions League für Furore gesorgt hat."
2.) Martin Harnik (VfB Stuttgart)
3.) Christian Fuchs (Schalke 04)
Peter Schöttel (Rapid Wien):
1.) David Alaba (Bayern München) - "Abgesehen von seinem überragenden
Talent imponiert mir die Freude, die er ausstrahlt. Ich habe bei ihm
in jedem Spiel den Eindruck, dass er großen Spaß hat."
2.) Martin Harnik (VfB Stuttgart)
3.) Christian Fuchs (Schalke 04)
Peter Hyballa (Sturm Graz):
1.) David Alaba (Bayern München) - "Weil er bereits mit 20 Jahren
über eine überragende Technik verfügt. Nervenstärke, Übersicht und
Spielintelligenz zeichnen ihn aus."
2.) Christian Fuchs (Schalke 04)
3.) Marko Arnautovic (Werder Bremen)
Gerhard Schweitzer (SV Ried/Assistenztrainer*):
1.) David Alaba (Bayern München) - "Er hat mit 19 (jetzt 20) Jahren
einen Stammplatz bei den Bayern, mit der Krönung
Champions-League-Halbfinale, und ist auch der Shooting-Star der
Nationalmannschaft."
2.) Philipp Hosiner (Austria Wien)
3.) Martin Harnik (VfB Stuttgart)
* = Cheftrainer Michael Angerschmid erst seit einer Woche im Amt.
Nenad Bjelica (WAC):
1.) Zlatko Junuzovic (Werder Bremen) - "Er hat sich in der deutschen
Bundesliga stabilisiert, ist ein Schlüsselspieler bei Werder Bremen
und hat auch gute Leistungen im Nationalteam gezeigt. Er entwickelt
sich gut als Fußballer und kann auf verschiedenen Positionen
eingesetzt werden, ist ein sehr vielseitiger Spieler."
2.) Philipp Hosiner (Austria Wien)
3.) Jonathan Soriano (ESP/Red Bull Salzburg)
Franz Lederer (SV Mattersburg):
1.) Christian Fuchs (Schalke 04) - "Über die Jahre, ganz gleich, wo er
spielt, stellt er nicht nur seinen Mann, sondern zählt auch gleich zu
den entscheidenden Spielern, wie auch im Nationalteam, wo er
Teamkapitän ist."
2.) David Alaba (Bayern München)
3.) Tomas Jun (CZE/Austria Wien)
Dietmar Kühbauer (Admira Wacker):
1.) David Alaba (Bayern München) - "Abgesehen von der fußballerischen
Qualität verfügt er über Willensstärke und Leidenschaft. Beeindruckt
hat mich besonders, wie er im Oktober nach seinem Ermüdungsbruch
zurückgekommen ist und das Spiel gegen Kasachstan an sich gerissen
hat."
2.) Christian Fuchs (Schalke 04)
3.) Philipp Hosiner (Austria Wien)
Heimo Pfeifenberger (SC Wr. Neustadt):
1.) David Alaba (Bayern München) - "Wenn du bei einem europäischen
Topclub und auch im Nationalteam so einen hohen Stellenwert hast, da
gibt es keine Diskussion. Und er hat bei der Jugend ein positives
Image, macht Werbekampagnen und lässt sich auch davon nicht aus der
Ruhe bringen."
2.) Christian Fuchs (Schalke 04)
3.) Philipp Hosiner (Austria Wien)
Roland Kirchler (Wacker Innsbruck):
1.) Philipp Hosiner (Austria Wien) - "Für mich ist er zur Zeit der
beste Stürmer Österreichs. Er macht die nötigen Tore und auch die
nötigen Meter. Er ist ein sehr moderner Spieler, der immer unterwegs
ist, in die Tiefe geht und auch für die Mannschaft sehr viel
arbeitet."
2.) David Alaba (Bayern München)
3.) Deni Alar (Rapid Wien)
Endstand der Wahl zu Österreichs "Fußballer des Jahres 2012"
(Punktevergabe: Erster 5 Pkt., Zweiter 3, Dritter 1):
1. David Alaba (Bayern München) 41 Punkte (7 erste Plätze)
2. Christian Fuchs (Schalke 04) 16 (1)
3. Philipp Hosiner (Austria Wien) 13 (1)
4. Martin Harnik (VfB Stuttgart) 10
5. Zlatko Junuzovic (Werder Bremen) 5 (1)
6. Deni Alar (Rapid Wien) 1
. Marko Arnautovic (Werder Bremen) 1
. Jakob Jantscher (Salzburg/Dynamo) 1
. Tomas Jun (CZE/Austria Wien) 1
. Jonathan Soriano (ESP/Salzburg) 1