Unfassbare Brutalität gegen die eigene Tochter. Auf einer Freifläche zwischen zwei Wohnbauten in Wien-Donaustadt schlägt ein Afghane mit der Faust immer wieder auf seine eigene Tochter. Dann zieht er ein Küchenmesser und sticht auf die erst 15-Jährige ein. Mehrmals trifft er sie in den Hals, den Kopf und auch in den Rücken. Laut Zeugen bricht dabei sogar die Klinge der Waffe ab.
Der Mordversuch geschah am Montag in der Steigenteschgasse, um 18.30 Uhr setzten Zeugen einen Notruf ab. Jetzt werden die Hintergründe immer deutlicher. Die Ermittlungen deuten nach der Befragung des Opfers am späten Dienstagnachmittag auf Ehrenmord, das erfährt "Heute" aus Polizeikreisen.
Hintergrund: Das Mädchen – sie macht gerade eine Lehre, wohnt mit Eltern und Geschwistern in einer Wohnung – hatte seit einigen Monaten eine Liebesbeziehung. Weil sie wusste, dass ihre Eltern den Freund niemals akzeptieren würden, hielt sie die Affäre geheim.
Einige Wochen lang ging es gut, doch jetzt kam ihr Vater dahinter: Die Lage in der Familie eskalierte, es kam sofort zu heftigen Streitereien, erfährt "Heute".
Der Vater – er wurde in die Justizanstalt Josefstadt überstellt – gesteht vor Ermittlern die Tat, über das Motiv äußert er sich bisher nicht.