Video zeigt Ausmaß

Todes-Crash auf Zugstrecke stellt Ermittler vor Rätsel

40 Menschenleben forderte ein schweres Zugunglück im Süden Spaniens. Wie es zu dem verheerenden Zusammenstoß kommen konnte, ist weiterhin ein Rätsel.
Newsdesk Heute
19.01.2026, 21:15
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Nach dem verheerenden Zugunglück in der spanischen Gemeinde Adamuz ist die Zahl der Todesopfer auf über 40 gestiegen. Wie von "Heute" ausführlich berichtet, waren am Sonntagabend zwei Hochgeschwindigkeitszüge in der Provinz Cordoba im Süden des Landes kollidiert. Laut lokalen Medien wurden 152 Menschen verletzt, 24 davon schwer.

Warum es zu dem tödlichen Zusammenstoß kam, gibt den Ermittlern weiterhin Rätsel auf. Trotz intensiver Untersuchungen ist die Ursache eines der schwersten Eisenbahnunglücke in der Geschichte Spaniens bislang ungeklärt.

Video zeigt das Ausmaß der Katastrophe:

Opfer wurden hundert Meter entfernt gefunden

Sicher ist lediglich, dass die hinteren Waggons eines Hochgeschwindigkeitszugs des privaten Betreibers Iryo entgleisten und auf ein benachbartes Gleis gerieten. Dort näherte sich in diesem Moment ein Zug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe mit rund 200 Kilometern pro Stunde.

Der Zusammenstoß hatte verheerende Folgen: Zwei Waggons wurden aus den Schienen gerissen und stürzten etwa vier Meter in die Tiefe. Die Gewalt des Aufpralls war so groß, dass Opfer in teils mehreren hundert Metern Entfernung vom eigentlichen Unfallort gefunden wurden.

Menschliches Versagen ausgeschlossen

Besonders rätselhaft erscheint den Ermittlern der Zustand der Strecke. Das Unglück ereignete sich auf einem geraden Abschnitt, der erst kürzlich renoviert worden war. Auch der Zug selbst galt als technisch einwandfrei: Das Fahrzeug, Baujahr 2022, war laut Unternehmensangaben nur vier Tage vor dem Unfall überprüft worden.

Menschliches Versagen schließen die Behörden derzeit aus. Nach aktuellem Stand wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h nicht überschritten. Eine Untersuchungskommission soll nun klären, wie es dennoch zu der Katastrophe kommen konnte.

Suche nach Opfern dauert an

Unterdessen dauern die Such- und Bergungsarbeiten an. Die Einsatzkräfte befürchten, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte. Es wird davon ausgegangen, dass sich noch Menschen in den abgestürzten Waggons befinden.

Insgesamt befanden sich knapp 500 Personen an Bord. Angehörige von Vermissten suchten über soziale Netzwerke verzweifelt nach Hinweisen und hofften bis zuletzt auf ein Lebenszeichen ihrer Liebsten.

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