Es waren schreckliche Szenen, die sich am 16. April in Linz-Auwiesen abspielten. In seiner Wohnung soll ein 27-jähriger Suchtkranker zwei Beamte mit einer Schere und einer Spritze attackiert haben. Dann fielen die tödlichen Schüsse.
Wie die "Krone" berichtet, sind die diesbezüglichen Ermittlungen noch voll im Gange. Demnach warte die Linzer Staatsanwaltschaft noch auf einen Abschlussbericht. Hier seien noch mehrere Gutachten ausständig.
Darunter fallen das Obduktionsgutachten sowie die Ergebnisse der chemisch-toxikologischen Untersuchung. Seitens der Staatsanwaltschaft wolle man wissen, ob der Getötete zum Zeitpunkt der Tragödie Suchtmittel konsumiert hatte.
Auch das Gutachten des Sachverständigen für Waffen, Munition, Sprengmittel und Kriminologie sei demnach ausständig. Laut dem Bericht dürfte dieses darüber entscheiden, ob die Beamten angeklagt werden. Brisantes Detail am Rande: Inzwischen wird nicht mehr wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang, sondern wegen Mordes ermittelt.
Unterdessen hätten die betroffenen Polizisten auch eine schriftliche Stellungnahme abgegeben. Laut der "Krone" würden sie darin den Tod des 27-Jährigen bedauern, aber auch betonen, dass sie keine andere Wahl gehabt hätten.
Anders dürfte dies wohl der Vater des Getöteten sehen. Gegenüber der "Krone" sagte der Mann, dass er auf eine Anklage hoffe. "Immer geht es um ein Menschenleben", so der Vater.