Prophet Mohammed beleidigt

Todesurteil für Studentin (23) nach Pilz-Trip im Iran

Weil sie nach einem Drogen-Trip den Propheten Mohammed beleidigt haben soll, wurde eine Studentin (23) im Iran zum Tode verurteilt.
14.10.2026, 13:35
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Der 23-jährigen Najmeh Amini droht im Iran die Hinrichtung. Die Buchhaltungsstudentin aus Maschhad soll nach dem Konsum halluzinogener Schwammerl einen Beitrag in sozialen Medien veröffentlicht haben, in dem sie den Propheten Mohammed beleidigte.

Am 31. Jänner 2026 wurde die junge Frau bei Protesten gegen das iranische Regime festgenommen. Anschließend verbrachte sie fast drei Monate in Isolationshaft. Menschenrechtsorganisationen berichten zudem von schweren Misshandlungen.

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Im August musste sie sich vor dem Revolutionsgericht in Maschhad wegen des Vorwurfs "Feindschaft gegen Gott" verantworten. Am 16. September wurde sie zum Tode verurteilt.

Studentin fleht um Hilfe

In einer Audiobotschaft aus dem Gefängnis bittet die junge Frau nun die internationale Gemeinschaft um Unterstützung. "Ich möchte mich nicht als Heldin darstellen. Ich will nur eines: Seid meine Stimme", appelliert sie verzweifelt.

Sie forderte die Vereinten Nationen, Anwältinnen und Anwälte sowie Menschenrechtsorganisationen auf, ihren Fall zu untersuchen.

Richter lässt Ausrede nicht gelten

Vor Gericht erklärte Amini, sie habe den umstrittenen Beitrag im Drogenrausch verfasst und sei nicht bei klarem Verstand gewesen. Der Richter ließ diese Erklärung allerdings nicht gelten und fragte, warum sie nicht auch Gegner des Regimes wie Israel oder die USA beleidigt habe.

Das Todesurteil ist noch nicht rechtskräftig, Amini kann dagegen Berufung einlegen. Menschenrechtsorganisationen machen seither international auf den Fall aufmerksam.

Laut der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights wurden im Iran heuer bereits mehr als 600 Menschen hingerichtet.

NW, 14.10.2026, 13:35
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