Am Weg zu Mäcci totgefahren

Vier Jugendliche tot – Spendenwelle knackt 340.000 Euro

Vier junge Menschen sterben bei einem Moped-Unfall. Die Anteilnahme ist riesig: Für ihre Familien wurden bereits über 340.000 Euro gesammelt.
14.10.2026, 12:07
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Der Tod von vier jungen Menschen bei einem schrecklichen Verkehrsunfall in Brandenburg bewegt weiterhin Tausende. Vivien (14), Jonas, Max und Julian starben, als ein Autofahrer mit mehreren Mopeds zusammenstieß. Die Trauer ist riesig – ebenso wie die Hilfsbereitschaft. Für die Familien der Opfer wurden mittlerweile mehr als 344.000 Euro gespendet.

Zwei Online-Spendenaktionen haben ihre ursprünglich gesetzten Ziele bereits weit übertroffen. Auch am Unfallort bei Biesenthal nehmen weiterhin zahlreiche Menschen Abschied von den Jugendlichen.

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Mehr als 344.000 Euro für die Familien

Eine der beiden Spendenaktionen wurde von einer Bekannten der betroffenen Familien ins Leben gerufen. Unter dem Titel "Hilfe für die Familien von vier jungen Menschen" wird Geld gesammelt, um die Angehörigen in dieser schweren Zeit zu unterstützen.

Mittlerweile sind dort 274.898 Euro zusammengekommen. Ursprünglich lag das Spendenziel bei 42.000 Euro. "Nichts kann den Schmerz über diesen unbegreiflichen Verlust nehmen. Doch wir können den Familien in dieser schweren Zeit zumindest finanziell ein wenig zur Seite stehen", heißt es in dem Aufruf.

Schwester will Vivien würdig verabschieden

Auch eine zweite Aktion verzeichnet große Unterstützung. Sie wurde offenbar von der Schwester der 14-jährigen Vivien gestartet, die bei dem Unfall als Mitfahrerin ums Leben kam. Unter dem Titel "Würdiger Abschied für meine kleine Schwester Vivien M." wurden bereits 69.914 Euro gespendet. Das ursprüngliche Ziel von 20.000 Euro wurde somit deutlich übertroffen.

Der Aufruf von Viviens Schwester bewegt: Sie schreibt, dass sie noch immer nicht begreifen könne, ihre kleine Schwester nie wiederzusehen. Mit den gesammelten Spenden möchte sie Vivien eine würdevolle Beerdigung und eine angemessene Grabstätte ermöglichen. Die Familie wolle ihr damit noch einmal zeigen, wie sehr sie geliebt wurde und wie viel sie ihren Angehörigen bedeutet habe.

Tausende trauern um die Jugendlichen

Wie die "Welt" berichtet, hat die Anteilnahme inzwischen die gesamte Region erfasst. Nicht nur im Internet wird den Verstorbenen gedacht, auch der Unfallort ist zu einem zentralen Platz der Trauer geworden.

Am Straßenrand nahe Biesenthal reihen sich Blumen, Kerzen und persönliche Abschiedsbotschaften aneinander. Bürgermeister Carsten Bruch bezeichnete den Ort als "Pilgerstätte": "Alle sind total geschockt. Das ist eine ganz schlimme Tragödie." Zahlreiche Menschen kommen dorthin, um an die vier jungen Unfallopfer zu erinnern.

Auch bei einer Gedenkveranstaltung in einer Kirche im nahe gelegenen Bernau war die Anteilnahme überwältigend. Mehr als 1.000 Menschen versammelten sich, um gemeinsam zu trauern. Einige fanden im völlig überfüllten Kirchengebäude keinen Platz mehr und mussten draußen bleiben.

In sozialen Netzwerken verbreiten Freunde und Bekannte Erinnerungsfotos und Videos der Verstorbenen. Die Jugendlichen waren begeisterte Fans der Moped-Marke Simson. Viele Mitglieder der Szene kamen deshalb ebenfalls mit ihren Mopeds zur Unfallstelle, um Abschied zu nehmen.

Vier junge Leben bei Unfall ausgelöscht

Die Tragödie ereignete sich am Mittwochabend (7. Oktober) auf einer Landstraße nahe Biesenthal im Landkreis Barnim. Ein 61-jähriger Autofahrer wollte nach bisherigen Erkenntnissen mehrere Fahrzeuge überholen. Dabei geriet er in eine entgegenkommende Gruppe von Mopedfahrern.

Der Wagen erfasste drei Mopeds. Vier junge Menschen im Alter von 14, 15, 16 und 19 Jahren erlitten tödliche Verletzungen. Ein weiterer Jugendlicher konnte mit seinem Moped noch rechtzeitig ausweichen und überlebte.

Polizei untersucht Unfallhergang

Wie genau es zu dem folgenschweren Zusammenstoß kommen konnte, ist weiterhin Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Die Ermittler warten unter anderem auf das Gutachten eines Sachverständigen. Auch weitere Zeugen sollen befragt werden.

Während die Untersuchungen weiterlaufen, versuchen Angehörige und Freunde, mit dem Verlust der vier jungen Menschen umzugehen.

Die außergewöhnliche Spendenbereitschaft kann den Familien ihre Kinder und Geschwister nicht zurückbringen. Sie zeigt jedoch, wie viele Menschen in dieser schweren Zeit an ihrer Seite stehen.

red, 14.10.2026, 12:07