Im Supermarkt greifst du zu einer Packung Tofu und fragst dich: Muss ich das wirklich erst kochen? Die gute Nachricht lautet: Nein, musst du nicht. Tofu aus dem Handel ist in der Regel bereits vollständig verarbeitet und erhitzt.
Der Grund dafür liegt in der Herstellung. Während der Produktion wird das Sojapüree aufgekocht, der Tofu danach gepresst und auf bis zu 86 Grad Celsius pasteurisiert. Das macht ihn bedenkenlos essbar - auch ohne zusätzliches Erhitzen.
Anders als bei grünen Bohnen, Linsen oder Kichererbsen enthält Tofu keine Giftstoffe mehr, wie chip.de berichtet. Diese Hülsenfrüchte müssen mindestens zehn bis 15 Minuten gekocht werden, um die sogenannten Phasine zu zerstören. Bei Tofu ist dieser Prozess bereits abgeschlossen.
Dass Tofu roh essbar ist, bedeutet aber nicht, dass Hygiene egal wäre. Laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung sollten verzehrfertige Lebensmittel besonders sorgfältig gelagert und zügig verbraucht werden. Offener Tofu gehört in den Kühlschrank und sollte innerhalb von zwei bis drei Tagen aufgebraucht werden.
Für Risikogruppen wie Schwangere, ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem ist zusätzliche Vorsicht sinnvoll.
Nicht jeder Tofu eignet sich gleich gut zum Rohverzehr. Naturtofu schmeckt roh eher fade und profitiert von einer Marinade. Räuchertofu hat bereits Aroma und schmeckt direkt aus der Packung. Seidentofu ist cremiger und eignet sich für Dips oder Desserts.
Fazit: Tofu darf meist direkt aus der Packung gegessen werden. Wichtig sind die richtige Sorte, saubere Lagerung und schneller Verbrauch nach dem Öffnen.