Der Weg zur Soap

„Tom Turbo“, Piefke-Sprüche & GZSZ: Olivia Marei privat

Olivia Marei ist Millionen als Toni aus "GZSZ" bekannt. Ihre Wurzeln liegen aber in Wien. "Heute" traf sie in Schönbrunn zum großen Interview.
Romina Colerus
17.08.2026, 12:29
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Olivia Marei (36) kam im Alter von einem Jahr nach Wien und wuchs hier auf. Kindergarten und Volksschule besuchte sie im 14. Bezirk, später ging sie ins Goethe-Gymnasium in der Astgasse. Bis heute lebt ein großer Teil ihrer Familie in Wien.

"Ich fühle mich ganz klar als Wienerin", sagt Marei im Gespräch mit "Heute". "Wien ist für mich Heimat." Auch ihre beiden Kinder wurden hier geboren.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Ganz so eindeutig wurde sie von anderen aber nicht immer gesehen. Weil ihre Eltern aus Deutschland stammen, sprach Marei als Kind sehr hochdeutsch. "In der Schule wurde ich deswegen manchmal als ,Piefke‘ bezeichnet", erinnert sie sich.

In Deutschland war es genau umgekehrt. "Da war ich dafür immer die Österreicherin. Ich war also irgendwie dazwischen." Für sie selbst sei die Sache aber immer klar gewesen: "Ich habe mich immer als Wienerin gefühlt."

Von "Tom Turbo" auf die große Bühne

Schon früh wusste Marei, dass sie Schauspielerin werden wollte. 1999 stand sie erstmals im Raimund Theater bei "Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat" auf der Bühne.

Kurze Zeit später folgte ein Auftritt, an den sich viele österreichische TV-Zuschauer wohl noch erinnern: Marei spielte zwei Jahre lang bei "Tom Turbo" mit.

"Das war wirklich sehr cool", sagt sie heute. Damals sei für sie längst klar gewesen, dass sie die Schauspielerei zu ihrem Beruf machen möchte. Später zog es sie für Ausbildung und Studium unter anderem in die USA, nach Singapur und nach London.

Dann kam "GZSZ"

Der große Serien-Durchbruch kam schließlich mit "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" – zu einem Zeitpunkt, an dem Marei gerade Mutter geworden war und wieder in Wien lebte. Ihre damalige Agentur habe ihr zunächst vermittelt, dass ihre Karriere mit Kind nun schwierig werden könnte. Marei dachte sich damals nur: "Das kann es jetzt doch nicht gewesen sein, ich werde es euch zeigen."

Genau dann wurde die Rolle der Toni Ahrens/Fritsche ausgeschrieben. Eigentlich, so erinnert sich Marei, habe sie gar nicht dem gesuchten Typ entsprochen. Trotzdem wurde sie letztendlich zum Casting eingeladen.

Ihr Sohn war damals erst zwei Monate alt. Marei flog für das Vorsprechen nach Berlin und noch am selben Tag zurück nach Wien. "Vor dem Casting saß ich dann noch in einem Park und pumpte mit einer Handpumpe Milch ab. Es war also alles andere als glamourös."

Acht Jahre als Toni

Wenige Tage später kam die Zusage. Inzwischen spielt Marei Toni seit acht Jahren. Rolle und Schauspielerin seien dabei zwangsläufig ein Stück weit zusammengewachsen.

"Wenn man eine Figur über viele Jahre fast täglich spielt, verschwimmen die Grenzen automatisch etwas", erzählt sie. Unterschiede gebe es aber weiterhin reichlich. "Ich bin zum Beispiel viel wilder als Toni und eine größere Partymaus."

Aktuell erlebt ihre Figur eine besonders dramatische Phase. Toni erfährt, dass sie in Wahrheit Franka Wagner heißt und ihre Herkunft eine völlig andere ist als gedacht. Marei selbst war von der Wendung zunächst überrascht. "Als uns diese Handlung gepitcht wurde, war ich zunächst geschockt." Gleichzeitig habe sie sofort gewusst, dass die Geschichte für sie als Schauspielerin eine große Herausforderung werden würde.

Wie es für Toni weitergeht, darf sie noch nicht verraten. Für Olivia Marei selbst ist zumindest eine Frage längst geklärt: Egal ob Berlin, London oder Singapur – Wien bleibt ihre Heimat.

{title && {title} } cor, {title && {title} } 17.08.2026, 12:29