Riccardo Muti lebt in Ravenna, doch Salzburg ist für den Stardirigenten längst weit mehr als nur eine sommerliche Arbeitsadresse. Seit 54 Festspielsommern steht er hier am Pult. Den Grundstein dafür legte 1971 Herbert von Karajan, der Muti zu den Salzburger Festspielen holte.
Nach einem Konzert der Wiener Philharmoniker wurde diese lange gemeinsame Geschichte nun besonders gewürdigt. Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler zeigte sich beim anschließenden Empfang beeindruckt von Mutis jahrzehntelanger Treue.
"Seit mehr als einem halben Jahrhundert steht Riccardo Muti in Salzburg am Dirigentenpult und hat mit seinen Produktionen die Festspiele maßgeblich geprägt. Diese tiefe Verbundenheit ist beispiellos", so Edtstadler.
Bei Worten blieb es allerdings nicht. Muti erhielt den Ring des Landes Salzburg. Eine Auszeichnung, die nur selten vergeben wird. Besonders symbolträchtig, auch Herbert von Karajan, Mutis musikalischer Wegbereiter in Salzburg, wurde einst mit diesem Ring geehrt.
Den besonderen Moment verfolgten zahlreiche prominente Gäste. Unter ihnen Mutis Ehefrau Christina, Festspielpräsidentin Kristina Hammer, Festspielintendantin Karin Bergmann, Philharmoniker-Vorstand Daniel Froschauer, Cecilia Bartoli und die frühere Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.
Auch Bergmann machte deutlich, welchen Stellenwert der Maestro für Salzburg hat: "Salzburger Festspiele ohne Riccardo Muti, nicht vorstellbar…"