Sport

Toni Polster trotz Cup-Aus Profi-Trainer

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:12

Mit einem knappen 0:1 musste sich die Wiener Viktoria im Achtelfinale des ÖFB-Pokals der SV Ried geschlagen geben. Trotzdem sind die Meidlinger und vor allem ihr Trainer-Star Toni Polster sowie Präsident Roman Gregory stolz, wie sie gegenüber "Heute.at" betonten.

Mit einem knappen 0:1 musste sich die Wiener Viktoria im Achtelfinale des ÖFB-Pokals der SV Ried geschlagen geben. Trotzdem sind die Meidlinger und vor allem ihr Trainer-Star Toni Polster sowie Präsident Roman Gregory stolz, wie sie gegenüber "Heute.at" betonten.

Ein Tor aus einem Freistoß von Marco Meilinger in der 44. Minuten entschied ein völlig offenes Spiel. Die Innviertler hätten sich nicht beklagen dürfen, wenn sie den Sportclubplatz, auf den das Spiel wegen des nicht fernsehtauglichen Flutlichts in Meidling verlegt werden musste, als Verlierer verlassen hätten. "Es war schwieriger, als wir es uns erwartet haben. Ich will mich nicht auf den Platz ausreden, aber bei jedem Antritt ist man weggerutscht. Es war schwierig zu spielen und das hat dem Gegner sicher in die Karten gespielt. Wir haben vor dem Tor zu überhastet reagiert, aber wenigstens sind wir weiter und das ist im Cup das Wichtigste", so der Goldtorschütze gegenüber "Heute.at".

Fuchsbichler: "Wir waren einfach zu schlampig"

Auch Ried-Trainer Heinz Fuchsbichler war darüber verärgert, dass man sich von einem Viertligisten so ärgern ließ. "Es war kein gutes Spiel von uns. Wir sind auf einen ambitionierten Gegner getroffen, der alles gegeben hat. Unterm Strich waren wir nicht gut genug, um einen unterklassigen Gegner auszuspielen. Unser Spiel war zu ungenau, es hat alles zu lange gedauert, der Gegner hat sich immer wieder formieren können. Wenn wir einmal eine Überzahlsituation hatten, waren wir einfach zu schlampig", listete der Coach der Innviertler auf.

Polster: "Wir waren knapp dran"

Beim Wiener Stadtligisten war man hingegen erstaunt, wie gut man mit einem Bundesligisten mithalten konnte. "Hut ab vor meiner Mannschaft, das war wirklich fantastisch. Es gehört auch ein wenig Glück dazu, so ein Spiel zu gewinnen. Man kann nicht immer davon ausgehen, dass man eine Sensation schafft, aber wir waren knapp dran.", lobte Viktoria-Trainer Toni Polster.

"Man muss sich das alleine wegen der Schuhe vor Augen führen. Die meisten haben seit zwei, drei Jahren keine Rasenschuhe mehr angehabt. Wir haben damit nicht einmal trainieren können. Dann spielst du auch noch auswärts und gegen einen Bundesligisten – und dann kommt sowas raus. Chapeau vor der Leistung!" Polster hatte an diesem Tag auch einen Erfolg zu vermelden: Er bestand die Prüfung für die UEFA-Pro-Lizenz und darf ab sofort jeden Profiklub trainieren.

Gregory: "Das war ein Treffen auf Augenhöhe"

Dem Lob schloss sich auch Präsident Roman Gregory an. "Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mannschaft, das war sehr unösterreichisch, was sie geboten haben", meinte der Alkbottle-Frontmann in Bezug auf den Kampfgeist, den sein Team gezeigt hatte. "Wir haben die Partie lange offen gehalten und es spannend gemacht, aber es hat nicht sollen sein. Die größere Erfahrung hat sich am Ende durchgesetzt. Wenn unsere Burschen ein wenig kaltschnäuziger wären, schaut es vielleicht ein wenig anders aus. Aber das will ich ihnen nicht vorwerfen, denn das sind noch junge und unerfahrene Spieler. Wir waren über weite Strecke ebenbürtig, das war ein Treffen auf Augenhöhe."

"Unverdienter Sieg der SV Ried"

Das Spiel hätte durchaus einen anderen Verlauf nehmen können, wenn Viktoria die Chancen, die sich vor allem in der ersten Hälfte aufgetan hatten, verwertet hätte. Die beste hatte Stefan Milosavljevic kurz vor dem Meilinger-Tor, als er mit einem Flugkopfball an Ried-Goalie Schober scheiterte und sich dementsprechend über die knappe Niederlage ärgerte: "Es war aufregend, gegen einen Bundesligisten zu spielen und es war keine leichte Partie. Leider haben wir ein blödsinniges Tor bekommen. Meiner Meinung nach ist es ein unverdienter Sieg der SV Ried!"

Markus Miksch

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