Die deutsche Bundesbank sitzt auf einem gewaltigen Goldschatz. Und Deutschland steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Für Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), ergibt das eine einfache Rechnung.
"Die deutschen Goldreserven haben einen Wert von knapp 440 Milliarden Euro", sagte der Ökonom. "Das ist ein riesiges Sparschwein für Krisen. Einen zumindest kleinen Teil davon sollten wir zur Bekämpfung dieser Krise und zur Entlastung von Bürgern und Unternehmen nutzen."
Wie n-tv.de unter Berufung auf t-online berichtet, könnte der Erlös auch in Bildung oder Infrastruktur investiert werden. Die Bundesbank besitzt nach den USA die zweitgrößten Goldreserven der Welt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ das Wirtschaftswunder den deutschen Goldschatz rasant anwachsen. Der florierende Export brachte viele Dollar ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht wurden.
Während des Kalten Krieges wurde das Gold bewusst außerhalb der Landesgrenzen verwahrt, als Puffer für Währungskrisen. Mittlerweile hat die Bundesbank einen Großteil zurückgeholt: 1710 Tonnen oder gut 50 Prozent des Goldschatzes liegen inzwischen in heimischen Tresoren.