Nachbarn sprechen mit "Heute"

Tote Frau in Favoriten – Leiche zwei Wochen unentdeckt

Eine 78-Jährige wurde tot in ihrer Wohnung entdeckt. Die Polizei schließt Fremdeinwirkung derzeit nicht aus. Jetzt reden die Nachbarn der Toten.
Christian Tomsits
25.05.2026, 12:49
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In einem grauen Haus mitten im kürzlich von Planungsstadträtin Ulli Sima feierlich eröffneten Supergrätzl im Herzen von Wien-Favoriten wurde am langen Wochenende eine tote Frau in ihrer Wohnung gefunden.

Die 78-Jährige hatte sich bereits länger nicht mehr bei einer Bekannten gemeldet, die verständigte schließlich die Polizei, die am Sonntag um 14.40 Uhr vor Ort das Schloss knackte und Nachschau hielt.

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Drinnen bot sich den Ermittlern ein schreckliches Bild: Mieterin Monika M. lag dem Vernehmen nach tot auf ihrem Bett. Sie dürfte laut Polizei bereits zumindest eine, eher zwei Wochen tot gewesen sein. Die Todesumstände wurden vorerst als bedenklich angegeben, denn eine vorläufige Obduktion konnte Fremdeinwirkung nicht ausschließen  – möglicher Mordalarm!

Frau ging nur noch selten raus

Laut der direkten Nachbarin war die 78-Jährige schon seit Längerem nicht mehr gut beisammen, ging nur noch selten zum Einkaufen heraus, nutzte stets den Lift, um aus dem ersten Stock zum Hauseingang zu kommen. Die alleinstehende Frau ohne Haustiere sei immer freundlich gewesen. "Sie hat immer gegrüßt, war zuletzt aber sehr blass und schwach", erzählt die Nachbarin gegenüber "Heute". Eine andere Hausbewohnerin erinnert sich: "Sie war eine ruhige Frau, hat aber am Abend immer sehr laut den Fernseher laufen lassen."

Am Sonntag sei plötzlich alles voll mit Beamten gewesen, auch die Nachbarin obendrüber bemerkte den Polizeieinsatz im Haus. Sie habe die Frau zuletzt "vor etwa einem Monat gesehen". Dass jemand die Pensionistin erstickt haben könnte, will im Haus derzeit (noch) niemand glauben.

Am Tatort wurden jedoch alle Spuren gesichert. Erhebungen im Umfeld der 78-Jährigen sind im Gange. "Nach dem vorliegenden ersten Obduktionsbefund kann man nicht zu hundertprozentiger Sicherheit sagen, ob ein Tötungsdelikt vorliegt", meinte Polizeisprecherin Irina Steirer. Weitere kriminaltechnische Untersuchungen könnten seitens der Staatsanwaltschaft angeordnet werden. Noch scheint es keinen Verdächtigen zu geben – doch das könnte sich rasch ändern.

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