Unter den Experten gilt Mercedes nach Abschluss der Wintertests als WM-Favorit. Motorsportchef Toto Wolff kann sich mit dieser Rolle allerdings noch nicht anfreunden. Der Wiener rechnet, dass Red Bull noch den Weg aus der Krise finden wird.
Die "Silberpfeile" absolvierten die rechnet auch er mit vielen Ausfällen zu Saisonbeginn.
"Schnell sein alleine reicht in diesem Jahr nicht. Es reicht ein Groschendefekt und man ist draußen. Zuverlässigkeit ist in diesem Jahr der Schlüssel. Gleichzeitig muss man die Entwicklungsgeschwindigkeit hoch halten", erklärte der 42-Jährige der "APA". Deshalb zählt er sein Team auch nicht zu den WM-Favoriten. "Eine Favoritenrolle kann man nicht nur auf der Basis von Testleistungen annehmen. Es hat noch nicht einmal ein Rennen gegeben. Wir haben noch zu viele Gremlins, die wir aus den Autos herausholen müssen."
Red Bull wird Anschluss finden
Besonders viele kleine Monster stecken derzeit im Red Bull. Doch Wolff ist überzeugt: "Mit Fortdauer der Saison wird auch die Kombination Red Bull und Renault wieder konkurrenzfähig sein. Wann das genau ist, kann man nicht sagen - aus unserer Sicht hoffentlich so spät wie möglich." Er zählt das Weltmeisterteam ebenso zu den schärfsten Konkurrenten um die WM-Krone wie Ferrari. "Auch die Pace von Force India oder Williams scheint gut genug, um ein Rennen gewinnen zu können. Die Saison wird spannender als die davor. Es gibt keinen Favoriten."