Schluss nach 97 Jahren! Das Insolvenzverfahren rund um die traditionsreiche Helmut Sachers Kaffee GmbH nimmt seinen Lauf. Am Mittwoch fand die Berichts- und Prüfungstagsatzung im Konkursverfahren statt. Dabei wurde auch das Ausmaß der angemeldeten Forderungen deutlich.
Insgesamt wurden Forderungen von rund 4,6 Millionen Euro angemeldet. Davon sind laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) rund 4,3 Millionen Euro anerkannt.
Das Konkursverfahren über das Vermögen der Kaffeerösterei und des damit verbundenen Kaffeehandels war am 9. Juli 2026 beim Landesgericht Wiener Neustadt eröffnet worden.
Damals waren noch 22 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Mittlerweile wurden sämtliche Dienstverhältnisse beendet. Auch der Geschäftsbetrieb wurde vollständig eingestellt, das Unternehmen wurde vom Konkursgericht geschlossen.
Auch bei den Standorten gibt es inzwischen weitere Entwicklungen. Die Räumlichkeiten in Wien wurden bereits geräumt und an die Vermieterin zurückgegeben. Für den Standort soll bereits ein Nachmieter gefunden worden sein.
Die vorhandenen Fahrnisse wurden ebenfalls bereits verwertet. Als nächster Schritt soll nun auch die Zentrale geräumt und an die Vermieterin zurückgestellt werden.
Wie viel Geld Gläubiger am Ende tatsächlich zurückbekommen könnten, ist derzeit noch offen. Eine abschließende Einschätzung der möglichen Konkursquote ist aktuell noch nicht möglich. Mitte Jänner wird ein weiterer Bericht des Insolvenzverwalters erwartet.