Trainer pinkelte für seinen Läufer bei Dopingprobe

Bild: Dmitri Lovetsky (AP)

Ein Trainer des kenianischen Leichtathletikteams hat bei den Olympischen Spielen in Rio für einen Skandal gesorgt. Er pinkelte bei der Dopingkontrolle für seinen Schützling und gab eine Urinprobe unter dem Namen des Läufers ab. Das IOC hat Ermittlungen eingeleitet, der Trainer musste Brasilien verlassen.

Ein Trainer des kenianischen Leichtathletikteams hat bei für einen Skandal gesorgt. Er pinkelte bei der Dopingkontrolle für seinen Schützling und gab eine Urinprobe unter dem Namen des Läufers ab. Das IOC hat Ermittlungen eingeleitet, der Trainer musste Brasilien verlassen.

John Anzrah, früher selbst Sprinter und heute Trainer von Leichtathleten aus Kenia, sprang bei der Urinprobe für den 800-Meter-Läufers Ferguson Rotich ein. "Er ist zur Doping-Kontrollstation gegangen und hat sich als Ferguson Rotich ausgegeben, die Probe abgegeben und unterschrieben", so Kenias Leiter der sportlichen Delegation, Stephan Arap Soi.

"Er war im Besitz der Akkreditierung des Athleten, der auf der Liste für die Trainingskontrollen der Welt-Anti-Doping-Agentur stand", so Anzrah weiter. Weil sich das Vergehen gegen Kenia gerichtet habe, "haben wir ihn nach Hause geschickt". Eine IOC-Disiplinarkommission untersucht zudem den Fall. Es ist bereits der zweite Skandal um Kenia - ein Leichtathletik-Delegationschef soll für Geld seine Sportler über Dopingkontrollen informiert haben.

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