Sport

Tränengas eingesetzt: Gewaltexzess in Rio

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:10

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien sind erneut Proteste aufgeflackert. Vor dem ersten Turnierspiel in Rio de Janeiro zwischen Argentinien und Bosnien-Herzegowina stoppte berittene Polizei am Sonntag einen Aufmarsch von etwa 150 vermummten WM-Gegnern, die zum traditionsreichen Maracana-Stadion drängten. Dabei wurde Tränengas und Pfefferspray eingesetzt. Einige Geschäfte und eine U-Bahn-Station wurden vorübergehend geschlossen.

stoppte berittene Polizei am Sonntag einen Aufmarsch von etwa 150 vermummten WM-Gegnern, die zum traditionsreichen Maracana-Stadion drängten. Dabei wurde Tränengas und Pfefferspray eingesetzt. Einige Geschäfte und eine U-Bahn-Station wurden vorübergehend geschlossen.

". Nach lokalen Medienberichten wurde ein Reporter durch Splitter einer explodierenden Rauchgranate verletzt. An einem Bankgebäude wurden Scheiben eingeworfen. Zudem wurden Mülleimer in Brand gesetzt.

Im anschließenden Spiel . Zu einem ähnlich großen Protestmarsch kam es vor der Vorrundenbegegnung zwischen Schweiz und Ecuador, die ebenfalls 2:1 endete. Die friedlichen Demonstranten legten ihre Transparente vor einer Polizeiabsperrung nieder und gingen nach Spielbeginn auseinander. Seit Beginn der WM am Donnerstag haben die Proteste nachgelassen.

Kampf für Gesundheit und Bildung

Das Turnier in Brasilien ist das teuerste in der Geschichte des Weltfußballverbands FIFA. Das Schwellenland lässt sich das Ereignis umgerechnet mehr als acht Milliarden Euro kosten. Viele Brasilianer sind der Ansicht, dass die Regierung das Geld lieber für Gesundheit und Bildung hätte ausgeben sollen.

Einige Geschäfte, die in Brasilien auch sonntags geöffnet sind, schlossen aus Angst vor Vandalismus früher und ließen die Rollläden vor den Schaufenstern herunter. Insgesamt waren zur Sicherung des Fußballspiels in der Umgebung des Maracana-Stadions fast 3.000 Polizisten, Soldaten und Feuerwehrmänner im Einsatz.

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