Tränenreicher Abschied von verunglücktem Rodler

Gestern begann die traurige Heimreise für den georgischen Rodler Nodar Kumaritaschwili, der am Freitag beim Training auf der Olympia-Bahn sein Leben verloren hatte. Nach einer Trauerfeier in Vancouver wurde sein Sarg in die Heimat überstellt.

Zahlreiche hochrangige Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees sowie das georgische Olympiateam nahmen Abschied vom erst 21-jährigen Nodar Kumaritaschwili. Mit gesenkten Köpfen trugen sie schweigend seinen Sarg zum aus der Aufbahrungshalle. Unter den Trauernden befand sich auch Nodars Onkel Felix, der so wie viele andere die Tränen nicht zurückhalten konnte.

Tiefe Trauer in Georgien

Nodars Leichnam wird nun in seinen Heimatort Bakuriani gebracht, einem Bergdorf mit rund 1500 Einwohnern. Seit Tagen trauern dort nicht nur Familie und Freunde, wie Ramaz Goglidze, Funktionär des georgischen Teams erklärte: "Es ist eine Tragödie für jede Familie im Dorf. Sogar Menschen, die ihn niemals trafen, weinen den ganzen Tag. Jeder weint."

Zu seiner Beisetzung wird auch das Oberhaupt der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche, Patriarch Ilia II, kommen. Unterdessen leisten die Einwohner Bakurianis den völlig zerstörte Eltern des jungen Rodlers seelischen Beistand. Fast rund um die Uhr kommen Menschen zu dem kleinen Bauernhaus um ihr Mitgefühl auszudrücken.

Bedenken vor dem Training

Nodars Vater David hatte gestern in einem Interview erzählt, sein Sohn fand die Rodelbahn zu gefährlich. "Er sagte mir: Ich werde entweder gewinnen oder sterben. Aber das war wohl jugendlicher Übermut, er sprach sicher nicht ernsthaft vom Tod." Nodar Kumaritaschwili verunglückte am Freitag kurz vor der Eröffnungsfeier beim Training auf der olympischen Rodelbahn als er aus einer schlecht gesicherten Kurve flog. Er war auf der Stelle tot.

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