Seit Wochen liebäugelt Modeste mit einem Wechsel zum chinesischen Klub Tianjin Quanjian. Auf der Zielgerade geriet der Deal jedoch ins Stocken. Köln stellte den Franzosen daher vom Training frei, bis das Transfer-Theater beendet ist.
"Er soll sich mit seiner Zukunftsplanung beschäftigen und über seine Karriere nachdenken", erklärten die "Geißböcke". Während der Klub von Trainer Peter Stöger im Trainingslager in Bad Radkersburg ist, hält sich der Franzose auf eigene Faust in Köln fit.
Noch! Denn der Stürmer will sich zurück ins Mannschaftstraining klagen. Per einstweiligem Verfügungsverfahren geht er nun gegen seinen eigenen Klub vor.
Wie die Bildaus einer Pressemitteilung des Arbeitsgerichts Köln zitiert, ist der Verfahrenstermin für Donnerstag, 11 Uhr, angesetzt.
Die Zeit drängt
"Der Kläger (Modeste, Anm.) beantragt im Rahmen eines einstweiligen Verfügungsverfahrens, wieder am Trainingsbetrieb der 1. Fußballmannschaft und dem derzeit laufenden Trainingslager teilzunehmen", heißt es in der Aussendung.
Der Wechsel sei aufgrund von Diskussionen wegen Steuer-Modalitäten noch nicht über die Bühne gegangen, obwohl Tianjin Quanjian die Ablösesumme in Höhe von 35 Millionen Euro bereits überwiesen haben soll. Bis 14. Juli muss eine Einigung her. Da ist Transferschluss in China.
Köln-Boss Jörg Schmadtke reagierte gelassen. "Es ist okay, dass der Spieler versucht, seine Rechte wahrzunehmen. Es ist ungewöhnlich, dass erst die Öffentlichkeit informiert wird, bevor der Club von dieser Sache in Kenntnis gesetzt wird", wird der FC-Manager im Kölner Express zitiert. (wem)