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Trauer bei Ferrari! Boss Sergio Marchionne ist tot

Der Ferrari-Chef Sergio Marchionne ist in Zürich verstorben. Der italienisch-kanadische Manager wurde nur 66 Jahre alt.
Heute Redaktion
13.09.2021, 19:59

Die Formel 1 trauert! Vor wenigen Tagen war Sergio Marchionne als Boss von Fiat-Chrysler und Ferrari zurückgetreten. Der Grund: unerwartet schwere Komplikationen nach einer Operation.

Am Mittwochvormittag wurde nun bekannt, dass er den Kampf gegen den Lungenkrebs verloren hat und im Alter von 66 Jahren verstorben ist.

Marchionne starb im Krankenhaus in Zürich.

Er wurde 1952 im italienischen Chieti geboren, wanderte im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie nach Kanada aus. In Toronto studierte er Philosophie und Rechtswissenschaften, Betriebswirtschafstlehre in Windsor.

Marchionne war seit 2004 Chef von Fiat-Chrysler



Marchionne hatte die Führung bei Fiat-Chrysler 2004 übernommen und den Autobauer in den vergangenen 14 Jahren einschneidend umgebaut. Er brachte die kriselnde Kernmarke Fiat auf Vordermann, betrieb die 2014 vollzogene Fusion mit dem US-Autobauer Chrysler zu einer neuen Dachmarke. 2016 gliederte er dann Ferrari aus dem Konzern aus und brachte den Sportwagenbauer separat an die Börse.

Neben seiner Tätigkeit bei Fiat-Chrysler blieb er danach aber weiterhin Chef bei Ferrari. Der Ferrari-Aufsichtsrat reagierte nach eigenen Angaben mit "großer Traurigkeit" auf die Nachricht vom Ausscheiden des Managers.

Elkann neuer Boss



Zum neuen Geschäftsführer des Fiat-Chrysler-Konzerns wurde Mike Manley ernannt. Als neuer Ferrari-Präsident wurde John Elkann auserkoren.

Der US-Manager erklärte in einer ersten Stellungnahme: "Ich bin zutiefst betrübt, von Sergios Gesundheitszustand zu erfahren. Es ist eine Situation, die bis vor ein paar Stunden undenkbar war, und eine, die uns alle mit einem echten Gefühl der Ungerechtigkeit zurücklässt. Meine ersten Gedanken gehen an Sergio und seine Familie."

"Er war ein aufgeklärter Anführer"



"In den vergangenen 14 Jahren haben wir gemeinsam Erfolge und Schwierigkeiten erlebt, nicht nur interne und externen Krisen, sondern auch einzigartige und unwiederholbare Momente - sowohl persönliche als auch geschäftlich. Für so viele war Sergio ein aufgeklärter Anführer und ein beispielloser Bezugspunkt. Für mich war er jemand, mit dem ich Gedanken austauschen konnte und dem ich vertrauen konnte, ein Mentor und vor allem ein wahrer Freund." (Heute Sport)

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