Er brachte Drachen zum Leben

Trauer um Tabaluga-Legende! Zeichner Heine ist tot

Er hat Millionen von Menschen mit seinen Zeichnungen geprägt. Nun ist Helme Heine im Alter von 84 Jahren verstorben.
Heute Entertainment
21.11.2025, 22:45
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Die Welt verliert einen der größten Geschichtenerzähler unserer Zeit: Helme Heine, der Schöpfer von Tabaluga, Waldemar und zahllosen Bilderbuch-Helden, ist im Alter von 84 Jahren in Russell (Neuseeland) gestorben. Das bestätigte die Verlagsgruppe Beltz unter Berufung auf Heines Sohn.

Heine war ein Mann, dessen Figuren Millionen Kinder prägten. Er selbst blieb jedoch sein Leben lang lieber im Hintergrund. Seine Bücher wurden in 35 Sprachen übersetzt und weltweit millionenfach verkauft. Doch der Ruhm gehörte für ihn einzig seinen Charakteren.

Er schrieb Bücher für Menschen!

Peter Maffay, mit dem Heine den kleinen Drachen Tabaluga erschaffen hatte, reagierte tief betroffen. "Vier Jahrzehnte Freundschaft, und dann der Riss, plötzlich und unerwartet. Man fällt in die Stille", sagte der Musiker zur dpa.

Weiter betonte er: "Ich verdanke Helme – wir alle – den wunderbaren kleinen Tabaluga. Helme wird immer bei uns sein, auch über seinen Tod hinaus."

Heine wurde in Berlin geboren, wuchs in Nordrhein-Westfalen auf, studierte BWL und Kunst, reiste um die Welt, wurde Kabarettist in Johannesburg. Sein Club dort hieß "Sauerkraut" und fand schließlich seinen Platz am anderen Ende der Welt: Seit 1990 lebte er in Neuseeland, wo er auf seiner geliebten Holzjacht "Kikitoo" die kreativsten Einfälle hatte.

Dass Kinder "ernste Themen nicht verkraften" könnten, hielt er für Unsinn. Heine schrieb nie für Kinder. Er schrieb für Menschen. "Ich mache Bücher, die ich auch selbst kaufen würde", sagte er einst. Er sah sich als Übersetzer komplizierter Dinge. Und tatsächlich: Egal ob Drache, Maus oder Schwein. Jedes Kind verstand, was Heine erzählen wollte.

Helme Heine baute seine Figuren von innen nach außen: Welche Musik hört Waldemar? Welche Bücher liest Johnny Mauser? Erst wenn er das wusste, entstanden seine Zeichnungen.

In "Die Schöpfung" beginnt sein Universum mit einem Satz, der seine Fantasie perfekt beschreibt: "Am Anfang war das Nichts."

Heine wusste, dass seine Zeit begrenzt war. Angst hatte er nie: "Ich weiß, dass alles Leben aus dem Sternenstaub entstand. Der Tod wird diesen Prozess nicht beenden."

Jetzt hat die Welt einen Künstler verloren, dessen Figuren unsterblich sind. Helme Heine lebt weiter – in seinen Büchern und in den Herzen der Kinder, die mit ihnen groß geworden sind.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 22.11.2025, 09:34, 21.11.2025, 22:45
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