Zum Ende der im schiitischen Islam traditionellen vierzigtägigen Trauerzeit haben in der iranischen Hauptstadt Teheran die Trauerfeierlichkeiten für den getöteten Ajatollah Ali Chamenei begonnen.
Der verstorbene Ober-Mullah verlor am 28. Februar bei einem US-israelischen Angriff sein Leben. Daher wurde auch der Beginn der Umzüge bewusst für 9.40 Uhr Ortszeit umgesetzt. Genau zu dieser Uhrzeit fand der tödliche Schlag gegen das iranische Oberhaupt statt.
Das iranische Staatsfernsehen sendete Bilder von Menschen, die sich in der Innenstadt zu den Trauerfeierlichkeiten versammelt hatten. In der iranischen Hauptstadt soll auch am Freitag ein Gebet für Chamenei stattfinden. Wer die Zeremonie leiten soll, ist nicht bekannt.
Auch um den Nachfolger des Ober-Mullahs – sein Sohn Modschtaba Chamenei – herrscht Rätselraten. Er sei bei dem Bombardement auf seinen Vater verletzt worden. Seither fehlt von ihm jede Spur.
Immer wieder gibt es Spekulationen um seinen Zustand. Zuletzt war von schweren Verletzungen und sogar von einem Koma die Rede. Andere Quellen berichteten davon, dass Chamenei selbst grünes Licht für den nunmehrigen Waffenstillstand gegeben hätte.
Jetzt stellen sich viele die Frage, ob der neue oberste Führer im Iran zu den Trauerfeierlichkeiten für seinen Vater erscheinen wird. Begraben werden soll Chamenei in seiner Heimatstadt Mashhad im Nordosten des Landes.