Ausnahmezustand an der süditalienischen Adriaküste! Im Erdrutschgebiet bei Petacciato gibt es nach elf Jahren wieder erhebliche Probleme. Ein großer Erdrutsch hat eine Welle der Verwüstung nach sich gezogen.
Zwischen den Regionen Molise und Apulien kommt es zu erheblichen Verkehrsproblemen. Auch eine Brücke ist eingestürzt. Die Autobahn A14 wurde teilweise gesperrt. Insgesamt seien die Verbindungen zwischen Mittel- und Süditalien nun stark eingeschränkt.
Auch der Zugverkehr blieb nicht verschont. Laut einem Bericht der APA wurde die Bahnstrecke zwischen Montenero di Bisaccia und Termoli aufgrund verformter Gleise unterbrochen. Des Weiteren wurde der Autobahnabschnitt zwischen Vasto Sud und Termoli gesperrt.
Danach folgte der Abschnitt Poggio Imperiale-Vasto Sud an der Grenze zu der Region Apulien. Die Auswirkungen waren erhebliche Verkehrsbehinderungen auf den Nebenstraßen, die bereits durch die Unwetter der vergangenen Tage in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Somit wachsen auch in der Region Apulien die Sorgen. Laut dem Präsidenten der Region, Antonio Decaro, drohe der Hafenstadt Bari die komplette Isolation. Apulien könnte von Nord- und Mittelitalien abgeschnitten werden, so die Warnung.
Nun soll ein möglicher Notfallplan ins Leben gerufen werden. Gespräche über die genauen Maßnahmen werden stattfinden. Dabei soll es um alternative Bahnverbindungen über die Strecke Caserta-Foggia gehen.
Bei einer Krisensitzung in Rom, an der auch Ministerpräsidentin Giorgia Meloni teilgenommen hatte, zeigte sich auch der Chef des Zivilschutzes, Fabio Ciciliano, besorgt. Demnach sei die Lage "sehr komplex". Bis die Probleme behoben seien, könnten Wochen oder gar Monate vergehen. Aufgrund von instabilen Hängen wurden bereits 2015 zehn Häuser abgerissen.
Für den nun angeschlagenen Bahnverkehr Italiens folgt auch schon die nächste Hiobsbotschaft. Ab Freitag soll die Hochgeschwindigkeitsstrecke Rom–Florenz wegen Wartungsarbeiten gesperrt werden. Dies könnte die Lage für in den Norden Reisende noch verschlimmern. Seitens der Bahngesellschaft Trenitalia wird empfohlen, sich im Voraus zu informieren und bei Stornierungen das Geld zurückzufordern.