Fußball zum Frühstück – und ganz Österreich war mit von der Partie. Trotz der frühen Anstoßzeit des WM-Spiels zwischen Österreich und Jordanien am Mittwochmorgen (6 Uhr) war ein Millionenpublikum bei der TV-Übertragung mit dabei. Alle wollten Österreich siegen sehen. Und Rot-Weiß-Rot fuhr tatsächlich einen 3:1-Erfolg gegen Jordanien ein.
Das erste WM-Spiel seit 28 Jahren war in Österreich jedenfalls ein Gassenhauer. So verfolgten in der zweiten Spielhälfte durchschnittlich 1,235 Millionen Menschen bei einem Marktanteil von 88 Prozent die Übertragung des öffentlich-rechtlichen TV-Senders. Halbzeit eins brachte trotz der frühen Beginnzeit um sechs Uhr bereits durchschnittlich 1,196 Millionen Menschen, was einen Marktanteil von 89 Prozent bedeutet, vor den TV-Bildschirm. Bis zu 1,307 Millionen waren dabei.
Das Spiel im Stream hatte eine Durchschnittsreichweite von 263.000 erreicht, was einen absoluten Rekord seit der Einführung der Messung im Jahr 2017 bedeutet, erklärte der ORF. Es sei der "mit Abstand stärkste ORF-Videostream bisher" gewesen.
Bei vielen österreichischen Fußballfans ist der Bildschirm aber schwarz geblieben. Vor allem bei denen, die das Spiel via Stream auf ORF ON verfolgen wollten. Viele versuchten, auf dem Weg in die Arbeit oder in die Schule das Spiel zu schauen. Da ging die Streaming-Plattform in die Knie, wie auch der ORF nun zugab und sich dafür entschuldigte. Es hätten immerhin noch eine Durchschnittsreichweite von 202.000 gegeben.
"Fußballfreude quer durchs Land, aber deutlich getrübt durch ein nicht erreichbares Livestreaming im Angebot des ORF. Das bedauern wir sehr und bitten um Entschuldigung", erklärte Franz Renner im Ö1-Mittagsjournal.
"Die vielen technischen Details erspare ich Ihnen, grob gesprochen lag es an der Überlastung unseres von der IT der Austria Presse Agentur (APA) gehosteten Angebots. Mehr als 250.000 Endgeräte haben in der Spitzenzeit versucht, zuzugreifen. Wer noch nicht drin war, konnte nicht mehr rein", so der ORF-Mann weiter. ORF-Kommentator Oliver Polzer hatte sich in der Nachspielzeit der Partie dann auch offiziell entschuldigt.