Nachdem die USA ihre Drohgebärden gegenüber Venezuela in den letzten Tagen laufend intensiviert haben, könnte ein groß angelegter Angriff auf das Land in Südamerika jeden Moment erfolgen. Dies berichten mit der Situation vertraute US-Beamte gegenüber dem "Miami Herald".
Der Entscheid, diverse Militärstützpunkte im Land anzugreifen, sei demnach bereits getroffen worden. Bereits in den nächsten Stunden oder Tagen könnten die US-Luftwaffe und -Marine demnach erste Luftschläge fliegen. Auch wichtige Standorte der im Land aktiven Drogenkartelle sollen Ziel der Attacken sein.
Ob die US-Angriffe auch den venezolanischen Präsidenten Maduro ins Visier nehmen werden, ist unklar. Zuletzt versuchte die Trump-Regierung offenbar, den Privatpiloten von Maduro zu bestechen, scheiterte mit dem Plan aber.
US-Präsident Trump hatte diese Berichte am Freitagabend teilweise zurückgewiesen: Er habe noch keinen Entscheid bezüglich möglicher Angriffe auf Venezuela getroffen, sagte der 79-Jährige an Bord der Air Force One zu Reportern.
Nebst dem Bestechungsversuch hat die Trump-Regierung zuletzt auch die Belohnung für Maduros Verhaftung auf 50 Millionen Dollar erhöht, eine neue Rekordsumme. Auf den Kopf von Innenminister Diosdado Cabello, der laut US-Informationen die Geschäfte der in Venezuela aktiven Drogenkartelle führen soll, sind 25 Millionen Dollar ausgesetzt.
Der 2013 zum Präsidenten gewählte Maduro regiert das Land seither mit eiserner Hand als De-facto-Diktator. Die Vereinten Nationen werfen dem 62-Jährigen etwa Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Donald Trumps Zorn hat Maduro vor allem durch Venezuelas Schlüsselrolle im internationalen Drogenhandel auf sich gezogen.