Ohne Rücksprache mit Europa starteten die USA und Israel im Alleingang ihren Krieg gegen den Iran. Der Iran schlug mit Drohnen und Raketen zurück – auch die wichtige Straße von Hormus geriet ins Visier.
Die Folge: Die Öl- und LNG-Transporte durch die Meerenge gingen um 90 Prozent zurück – die Öl- und Gaspreise schossen weltweit nach oben. Steigende Preise an den Tankstellen in den USA holen nun auch US-Präsident Trump auf den Boden der Tatsachen zurück.
Damit der Ölpreis wieder sinkt, braucht es dringend ein Ende der iranischen Seeblockade. Offenbar trauten sich die USA das nicht alleine zu. So bat Trump am Wochenende seine "Verbündeten" in der NATO, in Europa sowie China, Südkorea und Japan um Marineschiffe zur Unterstützung bei der Eskortierung von Öltankern durch die Meerenge.
Doch kein einziges Land sicherte Truppen zu. Aus vielen Ländern, darunter auch Deutschland, hieß es ganz klar: "Das ist nicht unser Krieg" (Deutschlands Kanzler Merz). Andere Länder verwiesen darauf, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis sei und bei Angriffskriegen keine Beistandspflicht bestehe.
Eine schwere Kränkung für Trumps Ego. Und so deutete er am Dienstag das Geschehene einfach komplett um. In einem Posting auf seiner Plattform Truth Social behauptet er nun, das Problem ohnehin bereits gelöst zu haben:
„Aufgrund unserer militärischen Erfolge benötigen wir die Unterstützung der NATO-Staaten nicht mehr – das haben wir nie getan! Gleiches gilt für Japan, Australien und Südkorea.“Donald TrumpTruth Social, 17. März 2026
Weiters erklärte er, er sei von dem Vorgehen der NATO-Länder "nicht überrascht, denn ich habe die NATO, für deren Schutz wir jährlich Hunderte von Milliarden Dollar ausgeben, immer als Einbahnstraße betrachtet: Wir schützen sie, aber sie werden uns, insbesondere in Notlagen, nicht helfen", behauptet der US-Präsident in dem Posting.
Fast schon beleidigt beendet er sein Posting schließlich mit folgenden Worten:
„Als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der mit Abstand mächtigsten Nation der Welt, sage ich Ihnen: Wir brauchen die Hilfe von niemandem! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Präsident Donald J. Trump“Donald TrumpTruth Social, 17. März 2026
Aus dem Iran und dem Internet muss sich Trump nun jede Menge Spott gefallen lassen. Zahlreiche KI-generierte Videos machen sich über seine Niederlage lustig.
Ursprünglich hatte Trump behauptet, "viele Länder" würden sich an der Absicherung der Straße von Hormus beteiligen. Namentlich nannte er China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. Keines dieser Länder machte ihm jedoch eine Zusage.