Nazi-Zeit als Vorbild

Planten "Rassenkrieg": Großrazzia gegen NS-Terror-Teens

In vier deutschen Bundesländern finden seit den Morgenstunden Hausdurchsuchungen bei Rechtsextremisten der "Letzte Verteidigungswelle" statt.
Newsdesk Heute
17.03.2026, 15:04
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Im Auftrag der Bundesanwaltschaft steht die deutsche Polizei seit Dienstagmorgen im Großeinsatz. In vier Bundesländern kommt es zu Hausdurchsuchungen! Sie richten sich laut Behörden-Angaben gegen zehn weitere mutmaßliche Mitglieder der "Letzten Verteidigungswelle". Eine Beschuldigte soll eine Führungsfigur der Gruppe sein, meldet AFP.

Bereits im Mai 2025 hatte es einen ersten Schlag gegen die mutmaßlich rechtsterroristische Gruppierung gegeben. Dabei wurden fünf Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren festgenommen. Sie sollen sich ideologisch eng am Nationalsozialismus orientiert und laut Dokument des obersten deutschen Gerichts offenbar Anschläge geplant haben, um die liberale Demokratie zu destabilisieren.

Anschläge auf Asylunterkünfte geplant

Die Gruppe verstand sich als "letzte Instanz zur Verteidigung der Deutschen Nation". Sie plante Anschläge auf Asylunterkünfte und linke Einrichtungen, mit dem Ziel, das demokratische System Deutschlands zum Zusammenbruch zu bringen. In sozialen Netzwerken zeigten die Mitglieder offen ihre rechtsextreme Gesinnung, verherrlichten das Dritte Reich und verwendeten NS-Symbolik und -Begriffe.

Laut Dokument des Bundesgerichtshofs führten die Mitglieder Titel wie "Propagandaminister" oder "Gauleiter". Ein damals erst 13-Jähriger wurde zum "Gestapo"-Leiter ernannt. Diese Rollen spiegeln eine bewusste Bezugnahme auf die NSDAP und deren Organisationen wie die SA oder Waffen-SS wider. Die Gruppe hatte ein eigenes Logo, ein Werbevideo und den Leitspruch: "Wir sind die Welle, die den Dreck aus unserem Land spült und ihre Existenz zerstört." Innerhalb von vier Jahren sollte die Mitgliederzahl auf 400 steigen.

"Rückeroberung des Landes"

In internen Chats sprachen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen davon, einen "Rassenkrieg" auslösen zu wollen, um durch eine Gewaltspirale die liberale Demokratie zu überwinden. Ziel sei die "Rückeroberung des Landes" in Tradition der Sturmabteilung (SA) und im Sinne der NSDAP gewesen.

Im Zentrum des Hasses standen laut BGH-Beschluss Menschen mit Migrationshintergrund, Linke sowie die LGBTQ+-Community. Die Gruppe betrachtete insbesondere die Migration als Bedrohung und sah sich zum Widerstand gegen eine angebliche "Überfremdung" berufen.

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