69 Mio. Euro und Gold

Streit um Austro-Transporter – Bank zeigt Ungarn an

Es ist die nächste Runde im Streit zwischen der Ukraine und Ungarn um zwei Geldtransporter. Nun wurde Budapest angezeigt.
Newsdesk Heute
17.03.2026, 14:17
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Bereits am 5. März machten sich zwei Geldtransporter von der Raiffeisenbank in Wien in Richtung Ukraine auf. Die brisante Fracht: 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und neun Goldbarren zu je einem Kilogramm.

Damit kam man jedoch nur bis zu einer Tankstelle zwischen der M4 und M5. Dort schlugen die ungarischen Behörden zu. Die Transporteure – Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Oschadbank – wurden zuerst festgenommen, später des Landes verwiesen und die Fahrzeuge samt Inhalt beschlagnahmt.

Transporter ohne Inhalt übergeben

Seitens der ungarischen Steuerbehörde NAV wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche eingeleitet. Inzwischen wurden die Fahrzeuge wieder an die Ukraine übergeben. Das Geld blieb jedoch in Ungarn, was in Kiew für Unmut sorgte.

So habe man erklärt, dass sowohl das Geld als auch das Gold im Rahmen einer Übereinkunft mit der österreichischen Raiffeisenbank transportiert und entsprechend deklariert worden sei. Man warf dem Nachbarland "Staatsterrorismus" und die "Geiselnahme" der Bankmitarbeiter vor.

"Terroristische Handlung"

Nun geht der Streit in die nächste Runde: Die Oschadbank hat nun der ungarischen Zentralen Ermittlungsstaatsanwaltschaft (KNYF) Anzeige erstattet, berichtet die APA unter Berufung auf das Onlineportal "HVG.hu".

Demnach gehe es um den Verdacht auf Amtsmissbrauch sowie terroristische Handlung. Zudem habe man im Namen der Bankmitarbeiter Anzeige wegen des Verdachts der rechtswidrigen Freiheitsberaubung und Amtsmissbrauch erstattet. Auch eine Klage gegen die Ausweisung der Geldtransporteure wurde eingebracht.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 17.03.2026, 14:21, 17.03.2026, 14:17
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen