Die Streitigkeiten zwischen Ungarn und der Ukraine sind letzte Woche endgültig eskaliert. Wie berichtet, wurde in Ungarn ein Geldtransport von Österreich in die Ukraine gestoppt, die Bankmitarbeiter festgenommen. Mittlerweile sind sie wieder auf freiem Fuß, erheben aber schwere Vorwürfe wegen der Haftbedingungen.
Die Männer waren gerade dabei, Bargeld und Gold aus Österreich in die Ukraine zu bringen. Budapest gibt an, die Festnahmen im Rahmen von Ermittlungen wegen Verdachts auf Geldwäsche durchgeführt zu haben. Kiew hingegen wirft Ungarn vor, die Männer "als Geiseln" genommen zu haben – als Vergeltung für die verzögerte Wiederaufnahme des Betriebs der Druschba-Pipeline, die russisches Öl durch die Ukraine nach Budapest liefert.
Zudem forderte die ukrainische Regierung die sofortige Rückgabe der beschlagnahmten Fahrzeuge und Gelder. Und tatsächlich: Wie die staatliche ukrainische Oschadbank bestätigt, wurden die Transporter in Budapest wieder offiziell zurückgegeben. Nur: Der Inhalt bleibt weiter "beschlagnahmt". Dabei handelt es sich um 40 Millionen US-Dollar, 43 Mio. Euro und neun Kilogramm Gold.
Auch von österreichischen Banken heißt es, der Geldwäsche-Vorwurf Ungarns sei lächerlich.