Gipfel-Krimi

Darum geht es beim Treffen von Trump und Putin wirklich

Vor dem Gipfel zwischen Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska bleibt unklar, ob Fortschritte im Ukraine-Krieg erzielt werden können.
Newsdesk Heute
14.08.2025, 22:24
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US-Präsident Donald Trump hat kurz vor seinem mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Erwartungen rund um den Ukraine-Krieg erneut gedämpft. Am Donnerstag sagte Trump im Radiosender Fox News Radio, das Treffen diene vor allem der Vorbereitung auf einen noch wichtigeren Dreiergipfel mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Allerdings könne das Treffen mit Putin am Freitag im US-Bundesstaat Alaska auch scheitern.

"Dieses Treffen bereitet ein zweites Treffen vor, aber es gibt ein Risiko von 25 Prozent, dass dieses Treffen kein erfolgreiches Treffen sein wird", sagte Trump zu Fox News Radio. "Das zweite Treffen (ein möglicher Dreiergipfel) wird sehr, sehr wichtig, denn bei diesem Treffen werden sie einen Deal machen."

Der US-Präsident sprach auch wieder seinen Vorschlag eines "Gebietstauschs" zwischen Russland und der Ukraine an, als möglichen Weg zu einer Friedenslösung. "Ich will nicht den Begriff 'etwas aufteilen' benutzen", sagte Trump. "Aber wissen Sie, zu einem gewissen Grad ist das kein schlechter Begriff. Es wird bei Grenzen und Territorien ein Geben und Nehmen geben." Selenskyj lehnt es aber entschieden ab, ukrainische Gebiete an Russland abzutreten.

Trump und Putin wollen sich am Freitag auf dem US-Militärstützpunkt Elmendorf-Richardson in Anchorage, Alaska, treffen. Laut Angaben aus Moskau soll der Gipfel um 11.30 Uhr Ortszeit (21.30 Uhr MESZ) starten. Im Anschluss sollen beide Präsidenten gemeinsam vor die Presse treten. Das Weiße Haus hat eine gemeinsame Pressekonferenz vorerst nicht bestätigt.

Kreml-Vertreter Juri Uschakow erklärte am Donnerstag vor Journalisten, dass zuerst direkte Gespräche zwischen Trump und Putin geplant sind, bei denen nur Übersetzer dabei sein sollen. Danach sollen die Delegationen beider Länder verhandeln. Die westlichen Unterstützer der Ukraine befürchten, dass Putin Trump in den direkten Gesprächen von seiner Sicht auf den Krieg überzeugen könnte.

Putin sieht die Bemühungen der USA zur Beendigung des Ukraine-Kriegs positiv. "Die US-Regierung (...) unternimmt meiner Ansicht nach ganz energische und aufrichtige Anstrengungen, um die Kämpfe zu beenden, aus der Krise herauszukommen und zu Vereinbarungen zu gelangen, die alle beteiligten Parteien zufriedenstellen", sagte Putin laut Kreml bei einer Sitzung zur Vorbereitung auf das Treffen mit Trump.

US-Außenminister Marco Rubio zeigte sich vor dem Gipfel "hoffnungsvoll". Er betonte außerdem in Washington, dass für einen Frieden auch über "Sicherheitsgarantien" für die Ukraine gesprochen werden müsse.

Der ukrainische Präsident Selenskyj suchte unterdessen weiter Unterstützung bei seinen europäischen Verbündeten. In London traf er am Donnerstag den britischen Premierminister Keir Starmer.

Bereits am Vortag hatte sich Selenskyj in Berlin mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) getroffen. Gemeinsam mit weiteren europäischen Staats- und Regierungschefs und Trump wurde in einer Videoschalte über das Treffen mit Putin beraten. Aus Sorge, Trump und Putin könnten über die Köpfe der Ukraine und ihrer westlichen Partner hinweg Entscheidungen treffen und die Ukraine zu Zugeständnissen drängen, hatte Merz zu einer Reihe von Videokonferenzen eingeladen.

Die Staaten der von Deutschland, Frankreich und Großbritannien geführten "Koalition der Willigen" forderten nach den Gesprächen, dass ein Waffenstillstand Voraussetzung für weitere Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden sein müsse.

Bisherige Versuche für einen Waffenstillstand in der Ukraine sind nach dreieinhalb Jahren Krieg erfolglos geblieben. Moskau verlangt von Kiew, die vier von Russland teilweise besetzten ostukrainischen Regionen Saporischschja, Donezk, Luhansk und Cherson sowie die annektierte Halbinsel Krim komplett abzutreten und auf westliche Militärhilfe sowie einen Nato-Beitritt zu verzichten. Die Ukraine lehnt diese Forderungen als unannehmbar ab und verlangt westliche Sicherheitsgarantien.

Einen Tag vor dem Treffen zwischen Trump und Putin haben Russland und die Ukraine am Donnerstag erneut Gefangene ausgetauscht. Laut Angaben aus Moskau und Kiew kehrten beim von den Vereinigten Arabischen Emiraten vermittelten Austausch auf beiden Seiten 84 Soldaten und zum Teil auch Zivilisten in ihre Heimat zurück.

Die russische Armee setzte ihren Vormarsch im Osten der Ukraine fort. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurden die Dörfer Iskra und Schtscherbyniwka in der Region Donezk eingenommen. Schon zuvor hatte die russische Armee deutliche Geländegewinne gemeldet.

{title && {title} } red, {title && {title} } 14.08.2025, 22:24
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