Deutliche Worte aus Washington: US-Präsident Donald Trump wirft dem Iran vor, an Raketen zu arbeiten, die künftig auch die Vereinigten Staaten erreichen könnten. In einer Rede an die Nation erhob er schwere Vorwürfe gegen Teheran.
Die Iraner hätten "bereits Raketen entwickelt, die Europa und unsere Stützpunkte in Übersee bedrohen können, und sie arbeiten daran, Raketen zu bauen, die bald die Vereinigten Staaten von Amerika erreichen werden", sagte Trump am Dienstag (Ortszeit).
Nach Angaben des Forschungsdienstes des US-Kongresses verfügt der Iran derzeit über ballistische Kurz- und Mittelstreckenraketen mit Reichweiten von bis zu rund 3.000 Kilometern. Das entspricht etwa der Hälfte der Distanz zwischen dem Iran und den USA.
Der US-Militärgeheimdienst DIA hatte jedoch im vergangenen Jahr gewarnt, dass Teheran bis zum Jahr 2035 möglicherweise Interkontinentalraketen entwickeln könnte.
Mit Blick auf die laufenden Atomgespräche erklärte Trump, er bevorzuge eine diplomatische Lösung. Gleichzeitig hatte er dem Iran wiederholt mit einem Angriff gedroht und zwei Flugzeugträger in die Region entsandt.
Die Vereinigten Staaten und der Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman die Gespräche über das iranische Atomprogramm wieder aufgenommen. Seither fanden zwei Runden indirekter Verhandlungen in Genf statt.
Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, den Bau einer Atombombe anzustreben. Teheran weist diese Anschuldigungen zurück und betont, das Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken.