Der abrupte Stopp der US-Entwicklungshilfe unter Donald Trump hat zu einem deutlichen Anstieg der Gewalt in Afrika geführt. Das belegt eine neue wissenschaftliche Studie, die 870 Regionen auf dem afrikanischen Kontinent analysiert hat.
Die Forschenden verknüpften Daten über Hilfsgelder-Auszahlungen mit Informationen über Gewaltereignisse. Das Ergebnis ist eindeutig: Gerade dort, wo zuvor besonders viel Unterstützung floss, nahm die Gewalt zu.
Wie der Spiegel berichtet, waren sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der Vorfälle betroffen. Dazu zählten bewaffnete Auseinandersetzungen, Proteste und Unruhen. Die Auswirkungen traten sofort ein und hielten über mehrere Monate an.
Die Studie zeige nicht, dass mehr Hilfe grundsätzlich Konflikte mindere, betont Forscher Axel Dreher. Sie belege vielmehr die dramatischen Folgen eines plötzlichen und unerwarteten Hilfe-Stopps. Ein abrupter Rückzug entziehe nicht nur Ressourcen, sondern bringe auch Verträge und Personalplanung zum Erliegen.
Entwicklungsexperte Nathaniel Raymond von der Yale School of Public Health warnt: Selbst wenn alle Mittel wieder bereitgestellt würden, sei die Erfahrung bei der Konfliktprävention verloren gegangen. Die Folgen von Trumps Politik könnten kaum rückgängig gemacht werden.