Tsonga darf kein Geld verdienen

Jo-Wilfried Tsonga, Nummer sieben der Tenniswelt, hat seinen Start bei den Swiss Indoors in Basel abgesagt. Der Grund ist höchst pikant: Der Franzose darf in Federers Heimatstadt kein Geld verdienen.

Die Veranstalter des Turniers in Basel rieben sich angesichts des Starterfelds schon die Hände. Roger Federer, Novak Djokovic, Juan Martin del Potro und Jo-Wilfried Tsonga hatten ihr Kommen zugesagt. Mit Tsonga wird zumindest einer aus dem Quartett fehlen. Weil der Franzose im Kanton Waadt wohnt und von der Pauschalbesteuerung profitiert, darf er in der Schweiz kein Geld verdienen.

Es geht immer ums liebe Geld

"Das Gesetz ist eindeutig", erklärt Michael Fischer, Anwalt in der renommierten Zürcher Kanzlei Froriep Renggli und Spezialist für Steuerfragen. "Wer von der Pauschalbesteuerung profitiert, darf in der Schweiz kein Einkommen erzielen." Für Tsonga bedeutet dies im Klartext, dass er weder Start- noch Preisgeld kassieren darf.

Auch Tina Turner durfte nicht arbeiten

"Tsonga könnte nur in Basel spielen, wenn er auf beide Einnahmen verzichtet", sagt Fischer. Und da es bei den Tennisprofis in erster Linie ums Geld verdienen geht, bleibt der Franzose der Basler St. Jakobs Halle fern. Rocker-Braut Tina Turner, die in Zürich wohnt, musste aus denselben Gründen ein Konzert in der größten Schweizer Stadt absagen.

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