Türkise Wahl-Liste: 14 Politprofis und ein Neuzugang

In der Donaumarina stellte ÖVP Wien-Chef Gernot Blümel heute sein Team für die Wahl vor. Große Überraschungen gibt es dabei nicht. 

Mit sichtlichem Stolz stellte Finanzminister und Spitzenkandidat der ÖVP Wien für Wien-Wahl Gernot Blümel heute Vormittag sein Team für den Urnengang am 11. Oktober vor. Gestern segnete der Landesparteivorstand der ÖVP Wien den Vorschlag ab, in der Donaumarina (Leopoldstadt) wurden die "Top 15" mit Blümel an der Spitze präsentiert, 14 waren vor Ort. Alle anderen Plätze auf der Landeswahlliste sowie die Kandidaten für die Bezirke sollen bis Mitte August folgen.

Große Überraschungen blieben dabei aus. Das Antreten des vielleicht namhaftesten Neuzugangs, Ex-Moderator Peter L. Eppinger war bereits in den vergangenen Tagen durchgesickert. Eppinger war die letzte Jahr als "Stimme der türkisen Bewegung" unterwegs, nun geht er selbst auf Stimmenfang. Die übrigen 14 Kandidaten hatten in verschiedenen Bereiche bereits politische Ämter inne.  

Türkises Wahlziel: Mehr Stimmen zulegen als jede andere Partei

"Ich werde oft gefragt, warum ich mir die Doppelbelastung als Finanzminister und Spitzenkandidat für die Wien-Wahl antue. Meine Antwort: Weil es das wert ist. Für mich gibt es nichts Schöneres, als für Wien zu arbeiten. Und kaum etwas Wichtigeres für Österreich, als Wien nach vorne zu bringen", betonte Blümel. 

Die Kandidatinnen und Kandidaten der neuen Volkspartei Wien eine Einsatz, Kompetenz und Leidenschaft. Als Wahlziel nennt Blümel, mehr Stimmen dazuzugewinnen als jede andere Partei. "Wir starten mit neun Prozent von einem niedrigen Niveau. Auch wenn unsere Umfragen Werte von 17 bis 18 Prozent vorausssagen, das glaube ich erst dann, wenn aus einer Stimmung echte Stimmen werden", so Blümel. Mit dem Zuspruch der Wienerinnen und Wiener sei mehr türkise Politik für Wien möglich. "Das ist unser Anspruch", so Blümel.

Ob Blümel nach der Wahl im Bund bleibe oder doch lieber Vizebürgermeisterin von Wien werden will, ließ er vorerst offen. "Das entscheiden wir nach der Wahl, zuerst sind die Wähler am Wort". Die SPÖ übte prompt Kritik: "Auch bei der heutigen Präsentation der ÖVP Wien-KandidatInnen gab es von Spitzenkandidat Gernot Blümel kein klares Wort dazu, wie er sich seine politische Zukunft nach der Wien-Wahl vorstellt. Er will sich alle Optionen offen halten und weiß nicht, was er will. Für die WählerInnen wiederum ist klar: Der Teilzeitwiener Blümel ist nur halbherzig dabei – ganz im Gegensatz zu unserem Spitzenkandidaten Bürgermeister Michael Ludwig, der mit ganzem Herzen für Wien arbeitet,", so die rote Landesgeschäftsführerin Barbara Novak in einer Aussendung.

Video: heute.at

Das sind die "Top 15" der ÖVP Wien:

1.) An der Spitze der Landeswahlliste steht Finanzminister und ÖVP Wien-Chef Gernot Blümel.

2.) Im folgt die türkise Landesgeschäftsführerin Bernadette Arnoldner.

3.) Platz 3 geht an den Nicht-Amtsführenden Stadtrat Markus Wölbitsch.

4.) Noch einmal in einen Wahlkampf stürzt sich Gesundheits- und Sozialsprecherin Ingrid Korosec. Blümel lobt sie als die Person "mit der meisten Erfahrung im Team".

5.) Auf Platz 5 reiht sich Ex-Ö3-Moderator und bisheriger "Sprecher der Bewegung" Peter L. Eppinger ein.

6.) Klubchefin Elisabeth Olischar belegt Platz 6 der Landeswahlliste. 

7.) Platz 7 geht an Finanz- und Verkehrssprecher Manfred Juraczka.

8.) Unternehmerin und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Wien Kasia Greco. Sie soll Währing für die ÖVP Wien erobern. 

9.) Platz 9 belegt der Unternehmer und Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer WIen Markus Grießler.

10.) Die Generalsekretärin der Jungen ÖVP Laura Sachslehner landet auf Platz 10.

11.) Der Bezirksobmann der ÖVP Simmering Wolfgang Kieslich reiht sich auf Platz ein.

12.) Vom Bezirk in den Gemeinderat will die bisherige stellvertretende Bezirkvorsteherin der City Isabelle Jungnickel.

13.) "Mr. Sicherheit" und ehemaligen Wiener Vize-Polizeipräsident Karl Mahrer, bisher im Nationalrat, steht auf Platz 13.

14.) Frauen- und Sozialsprecherin Sabine Schwarz folgt direkt auf Mahrer. Ihre politische Heimat ist die Leopoldstadt.

15.) Den letzten Platz der "Top 15" belegt der stellvertretende Landesobmann der Jungen ÖVP Wien Harald Zierfuß.

ÖVP will "so spät wie möglich" in Wahlkampf starten

Der Wahlkampf beginne früh genug, betonte Blümel. Bis dahin gelte es alles zu tun, um eine zweite Corona-Welle zu vermeiden. "Wir alle haben derzeit einen gemeinsamen Gegner und das ist das Virus", unterstrich der Minister. Wesentlich sei vor allem, dass die Ballungsräume als Wirtschafts- und Beschäftigungsmotoren gestärkt durch diese Krise kommen. "Gerade Wien profitiert maßgeblich von den Corona-Maßnahmen des Bundes, wie etwa von der Kurzarbeit, bei der bereits mehr als eine halbe Milliarde Euro an Wiener Unternehmen ausbezahlt wurde, und die Steuerstundungen, durch die bereits 1,6 Mrd. Euro mehr an Liquidität in den Wiener Unternehmen geblieben sind. Von der Gemeindemilliarde erhält Wien 238 Millionen Euro. Auch der Kinderbonus, durch den mehr als 330.000 Wiener Kinder mit ihren Familien profitieren, ist eine wichtige Maßnahme", so Blümel.

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