Sport

U20-Keeper Casali jubelt: "Das Spiel meiner Karriere"

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:56

Nach dem Achtelfinal-Einzug des ÖFB-Teams bei der U20-Weltmeisterschaft in Neuseeland kannte der Jubel in rot-weiß-rot keine Grenzen. Mit einer Defensivtaktik hatte sich die Elf von Coach Andi Heraf zum 0:0 gegen den Titelfavoriten Argentinien gemauert. Die "Gauchos" müssen nun heimfahren - Österreich steigt auf. Vor allem dank des bärenstarken Torhüters Tino Casali.

Nach dem Achtelfinal-Einzug des ÖFB-Teams bei der U20-Weltmeisterschaft in Neuseeland kannte der Jubel in rot-weiß-rot keine Grenzen. Mit einer Defensivtaktik hatte sich die Elf von Coach Andi Heraf zum gemauert. Die "Gauchos" müssen nun heimfahren - Österreich steigt auf. Vor allem dank des bärenstarken Torhüters Tino Casali.

"Es war das Spiel meiner bisherigen Karriere. Man muss heute aber die Mannschaft hervorheben", blieb der bärenstarke Austria Amateure-Keeper nach seiner sensationellen Leistung auf dem Boden. Am gebürtigen Villacher bissen sich die hoch eingeschätzten Argentinier bis zuletzt die Zähne aus. Alle zehn Schüsse der "Gauchos", die auf das ÖFB-Tor kamen, entschärfte Casali. Aufgrund der Defensiv-Taktik des ÖFB-Teams bekam der Schlussmann einige Bälle zu halten: "Doch das Ergebnis gibt uns recht." 

Nun geht es im Achtelfinale gegen Honduras oder die Fidschi Inseln. Eine lösbare Aufgabe für die ÖFB-Elf, die in Neuseeland mit großer Laufbereitschaft, vollem Einsatz und taktischer Disziplin aufgefallen war. "Ich habe Gänsehaut", freute sich Casali auf kommende Aufgaben. Auch Valentin Grubeck glaubt, dass mit der Truppe noch einiges möglich sein könnte. Die Altersgenossen haben es 2007 vorgezeigt und Platz vier erobert. "Wir haben uns in den Gruppenspielen zurecht Respekt verschafft."

Coach Heraf ist stolz

Nach dem Spiel war Coach Andi Heraf sichtlich stolz: "Wir haben etwas Unglaubliches geschafft. Das Spiel war nicht schön anzuschauen, aber es ist um ein Ergebnis gegangen", stellte der ÖFB-Nachwuchscoach klar. Die spezielle Abwehrformation mit zwei Fünferketten wurde zuletzt im Training einstudiert. "Dass wir die ´Double Five´ heute eine halbe Stunde durchgezogen haben, war eine Meisterleistung."

Die Gründe für das defensive Spiel seines Teams waren schnell gefunden: "Wir waren nicht mehr so frisch wie in den ersten beiden Spielen. Und Argentinien war bärenstark." Nach den harten Prüfungen in den schweren Spielen in der wohl stärksten Gruppe der WM blickt Heraf bereits positiv in die Zukunft: "Wenn man sich in dieser schweren Gruppe durchsetzen kann, darf man sich berechtigte Hoffnungen machen, dass auch im Achtelfinale etwas möglich ist."

Ein hartes Stück Arbeit

Für den Aufstieg ins Achtelfinale musste die U20-Nationalmannschaft harte 90 Minuten überstehen. Nur in den ersten acht Minuten des Spiels war die Offensive rund um Grubeck, Gruber und Gschweidl präsent, zwei Torchancen wurden ausgelassen. Danach übernahmen die "Gauchos" das Kommando und drückten das ÖFB-Team weit in die eigene Hälfte hinein. Mit 70 Prozent Ballbesitz waren die Südamerikaner feldüberlegen, kamen aber nur selten durch die ÖFB-Defensive. Und wenn, dann scheiterten sie am bärenstarken Casali.

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