Am Montag gegen 4.45 Uhr brachen wie berichtet vier bisher unbekannte Täter die Eingangstür eines Waffengeschäfts in Freistadt auf. Im Verkaufsraum schlugen sie mehrere Glasvitrinen ein und packten zahlreiche Gegenstände in mitgebrachte Taschen.
Während die Täter ihre Beute in einen schwarzen Porsche luden, war wegen des ausgelösten Alarms bereits eine Polizeistreife unterwegs. Die Männer flüchteten überstürzt. Dabei blieb die linke hintere Tür des Wagens offen: Schon auf den ersten Metern fielen rund 80 Waffen aus dem Auto.
Der kurz zuvor in Deutschland gestohlene Porsche wurde später schwer beschädigt im Zentrum von Bad Leonfelden entdeckt. Im Wagen fanden die Ermittler weitere Waffen sowie Tatwerkzeug. Die Polizei geht davon aus, dass die vier Männer von dort zu Fuß weiterflüchteten und einen Großteil der Beute zurückließen.
Insgesamt wurden mehr als 200 Waffen sichergestellt. Ob noch einzelne Pistolen fehlen, war zunächst unklar. Im Geschäft lief noch die Inventur. Auf der Website wurde am Dienstag groß über die eintägige Schließung informiert: "Wegen Einbruch im Geschäft haben wir am 18.08.2026 geschlossen." Der Versand läuft unterdessen weiter.
Das stark beschädigte Täterfahrzeug wurde in den Morgenstunden im Ortszentrum von Bad Leonfelden gefunden. Im Wagen befanden sich noch Tatwerkzeuge und Diebesgut. Laut Polizei war der Pkw vor der Tat in Deutschland gestohlen worden.
Die Suche nach dem Quartett blieb bisher ohne Ergebnis, die vier Täter sind weiterhin auf der Flucht. Das Landeskriminalamt prüft mögliche Verbindungen zu ähnlichen Fällen in der Schweiz und zu einem versuchten Einbruch in Vorarlberg.