Über 2.000 Neuinfektionen und 15 Tote in 24 Stunden

Die Coronazahlen sind weiter hoch, allerdings besser, als die Prognosen vorausgesagt haben.
Die Coronazahlen sind weiter hoch, allerdings besser, als die Prognosen vorausgesagt haben.Mustafa Kaya Xinhua / Eyevine / picturedesk.com
Ein besorgniserregender Trend hält Österreich im Griff: Die Corona-Todeszahlen steigen stark. Am Mittwoch werden indes 2.022 Neuinfektionen gemeldet.

Es ist ein Auf und Ab bei den täglichen Neuinfektionen: Eine Woche, nachdem Österreich einen neuen Corona-Rekordwert verzeichnete, sinken die Neuinfektionszahlen plötzlich im Vergleich zur Vorwoche ab. Die neue Woche startete am Montag mit 1.399 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden, am Dienstag folgten 1.240 Corona-Neuinfektionen. Damit lagen die Zahlen teils um mehrere hundert Fälle tiefer als noch vor wenigen Tagen. Am Mittwoch gibt es nun 2.022 Neuinfektionen.

Das bedeutet: Im Vergleich zur Vorwoche standen damals noch 2.624 Neuinfektionen am Papier. Die aktuelle Zahl ist zwar weiter hoch, zeigte aber einen starken Rückgang gegenüber dem Mittwoch der Vorwoche. Generell sinken die Neuinfektionen seit mehreren Tagen immer stärker ab. Sorgen bereitet allerdings weiter die Zahl der Hospitalisierten von zuletzt fast 900 und die Zahl der Intensivpatienten von weit über 200. Auch die Todeszahlen steigen aktuell sehr rasant an.

Todeszahlen mehr als verdoppelt

Am Dienstag waren es 22 Corona-Todesopfer, am heutigen Mittwoch sind es 15; 9 und 7 waren es dagegen an den Vergleichstagen der Vorwoche. Der Anstieg zeigt sich auch in den Spitälern: Gestern waren es 897 hospitalisierte Corona-Patienten, davon 214 intensiv, heute sind es zwar "nur" 876 Patienten im Spital, aber schon 216 davon in den heimischen Intensivstationen.

Neuinfektionen in den Bundesländern

Burgenland: 29
Kärnten: 50
Niederösterreich: 325
Oberösterreich: 526
Salzburg: 157
Steiermark: 178
Tirol: 111
Vorarlberg: 60
Wien: 586

Spitals-Anstieg wird sich fortsetzen

Im Ö1-"Morgenjournal" sagte Wissenschaftsredakteurin Elke Ziegler am Mittwoch: "Die Zahlen zeigen, dass wir uns in dieser Pandemie in einer Übergangsphase befinden." Ein Teil der Bevölkerung sei geimpft, ein anderer genesen, das Virus tue sich damit schwerer. Der Anstieg auf den Intensivstationen und bei den Todeszahlen erkläre sich dabei einfach: Zeitversetzt landen die auch durch den Urlaubsrückreiseverkehr nach Österreich eingereisten Infizierten nun in den Spitälern.

Dass sich die Wellen von ganz alleine ohne zusätzliche Maßnahmen abflachen, "dort sind wir noch nicht", so die Expertin. Gebrochen sei die vierte Welle nicht, es sei eine "Zwischenphase". Immer wieder würden Infektionsherde entstehen, die sich ausbreiten, aber auf viel mehr immunisierte Menschen treffen und sich dann abflachen würden. Der Anstieg werde weitergehen, da erst vor einer Woche Corona-Höchstzahlen gemeldet wurden. 

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