Uganda hat seinen jüngsten Ebola-Ausbruch offiziell für beendet erklärt. 20 Menschen hatten sich mit dem Virus infiziert, zwei davon starben. Gesundheitsminister Chris Baryomunsi bestätigte am Dienstag, dass keine neuen Fälle mehr nachgewiesen wurden.
Die Lage im Nachbarland bleibt jedoch dramatisch: In der Demokratischen Republik Kongo wurden bereits 3262 Infektionen gezählt, 1437 Patienten starben. 15 der 20 ugandischen Fälle hatten sich in der DR Kongo angesteckt.
Das ostafrikanische Land gilt als Epizentrum der aktuellen Epidemie, berichtet der Spiegel. Die Virusvariante Bundibugyo breitet sich rasend schnell aus – zugelassene Impfstoffe oder Medikamente gibt es dafür nicht.
"Die Tatsache, dass wir in nur zehn Wochen fast dieselbe Fallzahl feststellen wie über einen beinahe zweijährigen Ausbruch, ist alarmierend", warnte Onesphore Bangenza von der Hilfsorganisation Mercy Corps. "Ohne Zweifel bewegt sich das Virus schneller, als wir es eindämmen können."
Erschwert wird die Bekämpfung durch bewaffnete Konflikte im Osten des Kongo sowie durch Streiks des Gesundheitspersonals wegen ausbleibender Löhne.
Tausende Kontaktpersonen von Infizierten sind wegen der Gewalt und des illegalen Bergbaus geflohen und kaum erreichbar.
Zum Vergleich: Beim bisher schwersten Ausbruch in der Region zwischen 2018 und 2020 wurden über zwei Jahre mehr als 3400 Infizierte und 2200 Tote gezählt. Die aktuelle Epidemie erreicht diese Zahlen bereits nach wenigen Wochen.