Ukraine-Ansage: "Zu Verhandlungen mit Russland bereit"

Ukraines Präsident Wolodimir Selenski am 31. Oktober 2022.
Ukraines Präsident Wolodimir Selenski am 31. Oktober 2022.REUTERS
Seit dem 24. Februar herrscht Krieg. Die Ukrainer signalisieren jetzt erneut Verhandlungsbereitschaft, doch Wladimir Putin geht nicht darauf ein.

Der Krieg in der Ukraine dauert nun schon mehr als acht Monate an. Vor dem Winter signalisiert das Umfeld von Präsident Wolodimir Selenski Richtung Moskau Verhandlungsbereitschaft – allerdings unter einer Bedingung die Namensvetter und Erzfeind Wladimir Putin wohl nie erfüllen wird.

Mychajlo Podoljak ist Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski.
Mychajlo Podoljak ist Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski.REUTERS

Mychajlo Podoljak, ein Berater der Präsidentschaftskanzlei in Kiew, betonte am Montag via Twitter, dass man "grundsätzlich zu Verhandlungen mit Russland bereit" sei. Die Ukraine hat sich nie geweigert zu verhandeln“, schrieb er. "Unsere Verhandlungsposition ist bekannt und offen."

Doch um solche Friedensgespräche zu starten, müssten erst die russischen Truppen aus dem Staatsgebiet – auch den besetzten und illegal annektierten Gebieten – abgezogen werden.

Den Willen dazu sieht Podoljak im Kreml aber nicht: "Ist Putin bereit? Offensichtlich nicht. Deshalb sind wir konstruktiv in unserer Einschätzung: Wir werden mit dem nächsten Staatschef der russischen Föderation sprechen."

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Kann Ukraine-Präsident Wolodimir Selenski Erzfein Wladimir Putin bezwingen?
Kann Ukraine-Präsident Wolodimir Selenski Erzfein Wladimir Putin bezwingen?REUTERS

Den Äußerungen des Präsidentenberaters folgen US-Medienberichten, wonach das Weiße Haus die ukrainische Führung im geheimen ermutigt haben soll, ihre Verhandlungsbereitschaft deutlicher nach außen zu tragen. Das berichtet der ORF.

Geheim-Gespräche mit dem Kreml

Gleichzeitig laufen die Telefondrähte zwischen Bidens Stab und dem Kreml heiß. Der nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan soll ebenso geheime Gespräche mit hochrangigen russischen Vertretern geführt haben.

Damit habe er das Risiko einer Eskalation hin zu einem Atomwaffeneinsatz im Rahmen der "militärischen Spezialoperation" der Russen verringern wollen, schreibt das "Wall Street Journal". In Washington werde auch das Überschwappen des Konfliktes auf andere Länder gefürchtet.

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